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Washington – Ungern lässt Donald Trump (80) eine große Bühne aus – außer offenbar die größte! Bislang jedenfalls. Der Präsident des Hauptgastgeberlandes USA hat noch kein einziges Match der Fußball-WM besucht. Inklusive der Paarungen am Montag waren das bisher 76 Spiele. Jetzt wird gerätselt: Warum zeigt Trump so wenig Interesse am beliebtesten Sportfest der Welt? Geplant ist bisher nur sein Besuch beim Finale nahe New York am 19. Juli. Dort will der Oberkommandierende gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) den Siegerpokal überreichen.

Das Weiße Haus lieferte keine offizielle Erklärung, warum Trump das WM-Fieber bisher nicht gepackt hat. Vermutet wird: Er will nur den einen Termin mit der größtmöglichen Bühne wahrnehmen – das Finale. Besuche bei anderen Spielen könnten ihm zu wenig Öffentlichkeit bringen. Es kursieren aber auch Spekulationen, dass Trump möglichen Pfeifkonzerten aus dem Weg gehen will. Zuletzt hatten sich beim Besuch des NBA-Finales in New York Buh-Rufe in den Applaus gemischt.

Trump schwärmt von der WM – aus der Ferne

Dabei beschreibt Trump die WM gern mit wohlwollenden Superlativen: Er sprach vom größten Turnier aller Zeiten, den besten Ticketverkäufen und Top-TV-Quoten. In typisch bombastischer Manier fügte er hinzu: „Alles ist ein Rekord. Das ist so, als gäbe es jeden Tag einen Super Bowl!“ Gemeint war hier als Vergleich das Finale des anderen „Footballs“. Aber: Was Trump wirklich wichtig ist, postet er meist auf „Truth Social“ – und dort erwähnte er die WM bisher bloß sechsmal …

Den Erfolg der eigenen Nationalmannschaft bewertete er als „großartig“, obwohl er alle drei bisherigen Spiele des US-Teams schwänzte. Das Team selbst hielt sich bisher geschickt aus der Politik heraus. Es gab keine kontroversen Kommentare. Mannschaftskapitän Christian Pulisic (27) geriet allerdings einmal ins Visier von Trump-Gegnern, weil er nach einem Tor den „Trump-Tanz“ imitierte. Pulisic sprach von einem „unpolitischen Spaß“.

Fans bleiben die Trump-Sicherheitsmaßnahmen erspart

Fest steht auch: Infantino hat den US-Präsidenten schon vor der WM erfolgreich „befriedet“, um den Unsicherheitsfaktor im Oval Office kleinzuhalten. Einmal ließ er Trump den WM-Pokal halten – der scherzte prompt, er wolle ihn behalten. Dann erhielt Trump einen eigens geschaffenen FIFA-Friedenspreis. Dass Trump den Stadien bisher fernbleibt, dürfte zumindest viele Fans freuen: Ihnen bleiben die bei Präsidentenbesuchen üblichen extremen Sicherheitsmaßnahmen erspart.