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Gräfenhainichen – Für ein mehrtägiges Open-Air-Event ist das der Albtraum: Auf dem queeren „WHOLE Festival“ in Gräfenhainichen grassiert das Norovirus. Schon am ersten Tag der sexpositiven Veranstaltung für Diversität und elektronische Musik (17. bis 20. Juli) litten über 60 Teilnehmer unter heftigen Brechdurchfällen.

„Auf dem Gelände des Whole Festivals in Ferropolis bei Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt) ist es zu einer Häufung von Magen-Darm-Erkrankungen gekommen. In zwei Proben von Erkrankten wurden inzwischen Noroviren nachgewiesen“, bestätigte das Gesundheitsamt des Landkreises Wittenberg. Zur Ursache heißt es: „Die bisherigen Erkenntnisse sprechen für eine Übertragung von Mensch zu Mensch.“ Dass verunreinigte Lebensmittel die Ursache sind, sei derzeit eher unwahrscheinlich. Die Untersuchung entnommener Proben läuft allerdings noch.

Amt moniert mangelnde Hygiene

„Bei Kontrollen wurden außerdem Hygienemängel festgestellt, unter anderem ein unzureichender Schutz von Lebensmitteln vor möglichen Verunreinigungen“, erklärt das Gesundheitsamt weiter. Die Organisatoren geben sich auf Instagram beruhigend: „Wir können bestätigen, dass die Situation sich schnell stabilisiert.“ Reinigung und Desinfektion seien verstärkt worden, Trinkwasser und Badesee sicher. Die Kommentarfunktion unter dem Statement wurde gesperrt. Erkrankte Besucher sollen nicht weiterfeiern und möglichst abreisen.

Nach BILD-Informationen werden Besucher auf Schildern darum gebeten, bei auftretenden Symptomen gesondert ausgewiesene Mobiltoiletten zu nutzen. Im Internet diskutieren unterdessen Ticketbesitzer, wie gefährlich es sein könnte, trotz des grassierenden Virus zum Festival anzureisen.