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Wustermark (Brandenburg) – Bomben-Investition westlich von Berlin. Auf einem früheren Militärgelände der Sowjets entsteht ein riesiger neuer Freizeitpark. Sein Name: Bibi und Tina. Das Mega-Projekt könnte eine ernst zu nehmende Konkurrenz werden – für das benachbarte Karls Erlebnis-Dorf.

Die Eröffnung des sechs Hektar großen Vergnügungsparks ist bereits für Juli 2027 geplant, mehr als 60 Millionen Euro werden an der B5 in Brandenburg investiert. Ministerpräsident Dietmar Woidke (64) sieht eine neue Touristen-Attraktion im Havelland. Der SPD-Politiker zu BILD: „Es freut die Gemeinde, dass die Gewerbesteuer hier bleibt.“

Karls macht sich selbst Konkurrenz

Denn der Investor ist ein alter Bekannter: Karls-Chef Robert Dahl (55). Er hatte bereits 2014 ins benachbarte Erdbeerdorf (heute 7 Hektar groß) mehr als 20 Millionen Euro investiert. Rund 1,3 Millionen Besucher strömen jährlich in den Park, fahren Achterbahn oder fliegenden Regenschirm.

Doch nach vier Jahren Planungs- und Bauzeit stellt er sich nun in Elstal selbst die Konkurrenz vor die eigene Tür. Der Karls-Chef erklärt, dass seine Kinder früher immer Bibi-und-Tina-Filme gesehen und ihn die Figuren in den Bann gezogen hätten – eine neue Geschäftsidee war geboren. Jetzt soll sich hier im Freizeitpark alles um den Martinshof, Pferde und Fahrgeschäfte drehen.

Kampfmittel mussten beräumt werden

Jahrelang wusste die Gemeinde mit dem kontaminierten Gelände nahe Berlin nichts anzufangen – bis Dahl kam und auf eigene Kosten das Areal von der Kampfmittelbeseitigung aufräumen ließ. „Die Russen haben beim Abzug hier viel verklappt“, so Dahl zu BILD. „Wir fanden Mörsergranaten, viel Munition und drei alte Tankstellen. Eine hatte noch 17.000 Liter Diesel im Tank.“ Bis zu 13 Meter tief wurde der Boden abgetragen.

Karls-Kette macht 250 Millionen Euro Umsatz

Erstmals nach neun Jahren nahm der Park-Unternehmer (250 Millionen Euro Umsatz für 2026 geplant) jetzt einen Kredit auf, um die Mega-Investition neben neuen Karls-Dörfern (achter Erdbeerhof eröffnet Mitte Juli 2026 in Oberhausen) zu stemmen. Doch warum macht man sich selbst Konkurrenz? Der Erdbeerdorf-Chef zu BILD: „Das ist keine Konkurrenz, das befruchtet sich. Man spricht hier vom sogenannten Second-Gate (ein zweiter Anziehungspunkt, Anm. d. Red.).“ Heißt: Dahl hofft, dass Besucher länger bleiben, mehr Geld ausgeben und Übernachtungen buchen.

Wasserpark und Hotels bis 2035 geplant

Denn das gesamte Gelände ist 80 Hektar groß. Bis 2035 will der Erdbeer-Investor hier noch fünf Hotels für Wellness, Ferienhäuser für Familien und einen gigantischen Wasserpark errichten. Ministerpräsident Woidke über Dahl: „Er ist ein positiv Verrückter.“