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Sie machten Schalke ein Angebot, das die Königsblauen ablehnen konnten. Am Montag platzt in letzter Sekunde der Transfer von Dänen-Star Jesper Lindström von Neapel ins Ruhrgebiet. Nun droht sogar ein juristisches Nachspiel.

Was ist passiert? Schalke ist von Neapel genervt. Demnach hat sich der italienische Vizemeister nicht an mündliche Absprachen gehalten. Versprechen wurden gemacht und dann wieder „korrigiert“.

Natürlich geht es dabei in erster Linie um Geld. Neapel will eine Kaufpflicht für die Schalker, die Knappen aber nur eine Kaufoption. Wirtschaftlich und sportlich nachvollziehbar. Schließlich ist Schalke wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet und Lindström hat seit seinem Wechsel von Frankfurt nach Italien seine Klasse nur selten auf den Platz gebracht.

Doch es droht Schalke nun sogar ein juristisches Nachspiel. Neapel gibt auf seiner Homepage einen detaillierten Ablauf der heutigen Ereignisse – auch, um „fehlerhafte Medienberichte“ klarzustellen.

So platzte der Deal mit Jesper Lindström

Neapel dokumentiert den Sonntag inklusive Uhrzeiten!

13.00 Uhr: Schalke soll Neapel darüber informiert haben, dass die „vorgeschlagenen Bedingungen“ aufgrund der neuen sportlichen Situation bei Schalke (Gosens und Ljubicic verletzt) nicht akzeptabel seien. Schalke müsse seine Transferpolitik anpassen.

13.22 Uhr: Neapel antwortet demnach, dass man die neue Situation auf Schalke angeblich verstehe. Man sei daher bereit, die von Schalke „vorgelegte Vertragsversion zu akzeptieren“.

17.32 Uhr: Schalke soll Neapel dann aber mitgeteilt haben, dass man nun – aufgrund der neuen Prioritäten bei der Kaderplanung – kein Interesse mehr an Lindström habe, der bereits seit Freitag in Gelsenkirchen weilt.

Des Weiteren erklärt Neapel in seinem Statement, „sich alle rechtlichen Schritte vor den zuständigen Behörden vorzubehalten, um seine Interessen zu wahren“.

Lindström muss also (vorerst) zurück nach Neapel. Dort hat er allerdings keine sportliche Zukunft mehr. Er wurde bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten verliehen. Zunächst nach Everton und dann nach Wolfsburg. Bei beiden Stationen spielte er sportlich nur eine Nebenrolle.

Spannend: Sein letztes Tor erzielte Lindström im Januar 2023 (!) im Trikot von Eintracht Frankfurt – gegen Schalke 04. Damals hatte er noch einen Marktwert von 28 Mio. Euro. Aktuell beträgt er nur noch vier Mio. Euro. Der dänische Nationalspieler (18 Länderspiele) braucht dringend einen Turnaround in seiner Karriere.