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Mönchengladbach – „Es ist einfach zu viel, das ist gar keine Frage. Wir überprüfen alles bei uns, um die Situation zu verbessern.“ Das sagte Gladbach-Manager Rouven Schröder (50) am Donnerstagmittag, weil neben den Langzeitverletzten Enzo Leopold (Kreuzbandriss) und Jens Castrop (Schulter-OP) auch noch Kapitän Tim Kleindienst (zweiter Muskelfaserriss in kurzer Zeit), Franck Honorat, Ko Itakura und Fritz Fleck mit Muskelverletzungen für den Keller-Kracher am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen die TSG 1899 Hoffenheim ausfallen.

Da wussten weder Schröder noch Coach Alexander Blessin (53), wie schlimm es jetzt auch noch um Jan Leszczynski (19) steht – beide gingen von einer Kniestauchung aus. Doch es scheint leider nicht so harmlos zu sein.

Nach BILD-Informationen ist die Diagnose beim polnischen Supertalent von Borussia Mönchengladbach letztlich weitaus tragischer: Leszczynski, der sich gerade nach einer starken Vorbereitung einen Stammplatz in der Dreierkette von Blessin erkämpft hatte, soll sich bei einer falschen Landung nach einem Luftkampf im Training einen Meniskusriss zugezogen haben. Borussia äußerte sich zu dieser Diagnose auf BILD-Anfrage nicht.

Fortunas Meiser ließ sich den Meniskus nähen

Völlig offen ist jetzt, wie lange der U20-Nationalspieler ausfallen wird. Das hängt nämlich nicht nur sehr stark davon ab, ob Leszczynski operiert werden muss, sondern auch davon, wie er sich dann operieren lassen würde. Von zwei Monaten bis über ein halbes Jahr ist alles möglich – und für den Spieler wäre es auch eine Karriere-Entscheidung.

In der direkten Gladbach-Nachbarschaft gab es gerade einen ähnlichen Fall. Auch Fortuna Düsseldorfs Abwehrtalent Felix Meiser, wie Leszczynski 19 Jahre jung, riss sich im August den Meniskus. Er musste entscheiden, ob er sich den gerissenen Teil des Meniskus entfernen oder ob er sich diesen so wichtigen Teil des Knies wieder zusammennähen lässt.

Meiser entschied sich für das Zusammenflicken und könnte so sogar bis Saisonende ausfallen – dafür umgeht das Fortuna-Juwel das deutlich höhere Risiko, zukünftig einen Knorpelschaden zu erleiden. Noch ist offen, ob auch Leszczynski diese Entscheidung treffen muss.