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São Paulo (Brasilien) – Sie nennen sie die „Skelettbrücke“. Ein Name, der kaum treffender sein könnte. Die „Ponte do Esqueleto“ raubte Maria Eduarda Rodrigues de Freitas (†21) das Leben. Maria wurde ohne Bungee-Seil schutzlos in die Tiefe gestoßen. Ein schrecklicher Tod, der nach Konsequenzen verlangt. Jetzt machen die Behörden Ernst: Die Bürgermeister der beiden Nachbarstädte fordern den sofortigen Abriss des Todes-Bauwerks. Die Rede ist sogar von einer Sprengung.

Das jetzige Unglück auf der Brücke zwischen Limeira und Cordeirópolis im Bundesstaat São Paulo ist nicht das einzige. Die Stadtverwaltung von Limeira erklärte gegenüber lokalen Medien, dass Maria nicht das erste Todesopfer an der „Ponte do Esqueleto“ gewesen sei. Immer wieder komme es demnach zu schweren und teils tödlichen Unfällen. Auch die Bürgermeisterin von Cordeirópolis wird deutlich: „Cordeirópolis verteidigt den Abriss dieser Brücke. Es ist dringend, dass jetzt alle handeln, um weitere Tragödien zu verhindern. Die endgültige Lösung muss sofort erfolgen“, erklärte Cristina Saad laut dem Portal „Rápido no Ar“.

Sprengung und Abriss der Brücke im Gespräch

Limeiras Bürgermeister Murilo Félix fordert ein noch schnelleres Ende der Brücke nach dem tödlichen Unfall. „Die Sprengung der Struktur wäre eine endgültige Lösung, um neue Vorfälle zu verhindern und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten“, sagte er. „Wir sprechen hier über ein Gebiet, dessen Risiken seit vielen Jahren bekannt sind und das weiterhin Menschen anzieht, obwohl es gesperrt ist“, so Félix weiter.

Hinweis der Redaktion

Das weiter unten stehende Video in diesem Artikel soll das tödliche Unglück in Brasilien zeigen. Die Aufnahmen könnten für manche Leser belastend sein. BILD bricht das Video bewusst vor dem Todessturz ab.

Zunächst nur Zäune und Warnschilder für Brücke

Die Brücke gehört inzwischen offiziell dem brasilianischen Bund. Am Montag trafen sich Vertreter der Behörden und Bürgermeister. Nach Angaben des Portals „Veloz“ will die Bundesregierung zunächst den Zugang deutlich stärker absichern. Geprüft werden neue Warnschilder, zusätzliche Barrieren und weitere Sperren, um Menschen vom Betreten des Geländes abzuhalten.

Ob die „Ponte do Esqueleto“ tatsächlich abgerissen oder sogar gesprengt wird, ist noch offen. Laut „Veloz“ sollen zunächst technische, rechtliche und umweltrechtliche Prüfungen erfolgen. Fest steht jedoch: Nach dem Tod der 21-jährigen Maria wollen die Verantwortlichen verhindern, dass sich auf der berüchtigten Brücke eine weitere Tragödie ereignet.

Drei Männer nach Tod von Studentin angeklagt

Drei Männer müssen sich jetzt wegen des Todes der Studentin verantworten. Wie die Zeitung „O Globo“ berichtet, wurden die drei Beschuldigten wegen Totschlags angeklagt. Nach Angaben der Ermittlerin Andrea Dantas Levy handelte es sich um „ein Team ohne jegliche Genehmigung, das nicht einmal die Erlaubnis hatte, dort zu sein“. Sie sollen vergessen haben, ein Sicherungsseil an Maria anzubringen.