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Er stand ganz oben auf der Wunschliste! Allerdings wird es nun doch nichts mit dem vierten Job als Nationaltrainer für Jürgen Klinsmann (61).

Der Welt- und Europameister sowie frühere Bundestrainer galt in Tschechien als heißester Kandidat für die Nachfolge von Miroslav Koubek (74), der nach dem Aus bei der WM in Mexiko, Kanada und den USA zurückgetreten war. Generalmanager Pavel Nedvěd soll sogar bereits Gespräche mit dem 61-Jährigen geführt haben, mehrere Wettanbieter führten Klinsmann als klaren Favoriten. Nach tschechischen Medienberichten, unter anderem des Portals iDnes.cz, war der ehemalige Stürmer bereit, für den Posten finanzielle Abstriche zu machen.

Überraschende Wende bei Traum-Deal

Doch dann die überraschende Wende! Aus dem vermeintlichen Traum-Deal für unser Nachbarland wurde nichts. Obwohl Klinsmann als prominente Lösung gehandelt wurde, soll er die Verantwortlichen am Ende nicht vollständig überzeugt haben. Gesucht werde stattdessen eine moderne, ehrgeizige und kommunikative Persönlichkeit, die den tschechischen Fußball langfristig weiterentwickeln kann. Verbandspräsident David Trunda hatte zuletzt zudem betont, dass ihm fachliche Qualität wichtiger sei als ein großer Name auf der Trainerbank.

Tschechien mit nur einem Punkt raus

Die Suche nach einem neuen Nationalcoach war nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Weltmeisterschaft ins Rollen gekommen. Tschechien blieb weit hinter den Erwartungen zurück, schied bereits nach der Gruppenphase aus und holte nur einen einzigen Punkt mit einem Remis gegen Südafrika. Trainer Miroslav Koubek hatte unmittelbar nach dem Turnier zunächst angekündigt, weitermachen zu wollen, trat nach der Rückkehr in die Heimat aber doch zurück.

Abruptes Aus der Klinsmann-Gespräche

Für den tschechischen Verband ist die Trainersuche alles andere als einfach. Schon Ende 2025 war Klinsmann als möglicher Kandidat gehandelt worden. Damals scheiterten die Überlegungen allerdings an den finanziellen Möglichkeiten des Verbands. Nach den Einnahmen durch die WM schien ein neuer Anlauf realistisch – diesmal sogar mit positiven Signalen von Jürgen Klinsmann selbst. Umso überraschender kam das abrupte Aus der Gespräche.

Gegen England, Spanien und Kroatien

Nun beginnt die Suche beim Europameister von 1976 praktisch von vorne. Viel Zeit bleibt den Verantwortlichen allerdings nicht. Bereits im Herbst warten in der Nations League mit England, Kroatien und Spanien gleich drei hochkarätige Gegner. Wer die tschechische Nationalmannschaft in diese schwierigen Spiele führen wird, ist weiterhin völlig offen.

Fest steht nur: Jürgen Klinsmann wird es nach aktuellem Stand nicht sein.