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Tuggen (Schweiz) – Oft gelten Angler als friedliche Menschen. Doch der Mann (42), der auf diesem Foto einen Köder auf seinen Haken steckt, soll ein brutaler Neonazi sein. Wie der Schweizer Blick berichtet, soll er einen Deutschen (27) auf einem Konzert der Punkband Krawallbrüder totgeschlagen haben.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf den 18. Oktober im Club „The Bandits“ in Tuggen (Schweiz/Kanton Schwyz). Neonazis hatten sich auf die Aftershow-Party des Konzerts gemischt und sich dort ein Lied der rechtsextremen Band „Landser“ gewünscht. Als der DJ den Song spielte, habe es mehrere Hitlergrüße gegeben. Es kam zur Massenschlägerei. Laut dem Schweizer Blick prügelte der 42-jährige Tatverdächtige den Thüringer mit nur einem Schlag tot. Er soll Mitglied der in Deutschland verbotenen Gruppierung „Blood and Honour“ sein.

Wie der Blick weiter berichtet, soll der Mann aus dem Kanton Luzern seit mindestens 2008 Teil der rechtsextremen Szene in der Schweiz sein. Vier Jahre später habe er Kontakt zum Blood-and-Honour-Netzwerk aufgenommen, so die Zeitung. Einige Fotos zeigen ihn demnach bei einem Fackelmarsch und mit Anhängern der Gruppierung.

Deutscher brach bewusstlos zusammen

Der Deutsche aus Thüringen hatte im Oktober seine Mutter in der Schweiz besucht. Gemeinsam war er mit ihr auf das Konzert gegangen, es wurde ein zunächst fröhlicher Abend. Doch bei der Aftershow-Party kam es schließlich zu einem Tumult. Der 27-Jährige wurde laut Blick von der Faust des Neonazis im Gesicht getroffen und brach sofort bewusstlos zusammen. Seine Mutter habe die Tat mit ansehen müssen. Wenig später traf die Polizei ein.

„Danny war zur falschen Zeit am falschen Ort“

Die Ermittler bestätigten den genauen Hergang bislang nicht. Klar ist, dass der Tatverdächtige noch am selben Tag festgenommen wurde. Er sitzt in Untersuchungshaft. „Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz hat eine Strafuntersuchung eröffnet“, so die Polizei in einer Mitteilung. Die genauen Umstände der Auseinandersetzung und der Tatablauf werden ermittelt. Die Band Krawallbrüder hatte in den sozialen Medien mitgeteilt, dass bereits während ihres Konzerts „Störenfriede aus dem rechten Lager“ entfernt worden seien.