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Fontainebleau (Frankreich) – Er sollte Feuer löschen. Stattdessen legte er es. Ein freiwilliger Feuerwehrmann hat gestanden, den verheerenden Waldbrand bei Paris selbst entfacht zu haben. Er und ein weiterer Mann gaben ihre Mitschuld zu, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zuvor waren nach dem Brand im bekannten Wald von Fontainebleau südlich von Paris sechs Verdächtige festgenommen worden.

Der Feuerwehrmann gab an, mit einem Feuerzeug und Benzin ein Feuer in einem Reisighaufen gelegt zu haben. Zum Motiv seiner Tat war zunächst nichts bekannt. Der andere Mann habe unabsichtlich mit einer weggeworfenen Zigarettenkippe ein Feuer entfacht.

Feuer immer noch nicht unter Kontrolle

Der riesige Waldbrand etwa 60 Kilometer südlich von Paris war am Dienstag noch immer nicht unter Kontrolle. Es gibt zwei größere Brandherde, und das Feuer flammt wegen des anhaltenden Windes immer wieder auf. Die Vegetation und die Böden sind wegen der drei Hitzewellen seit Beginn des Jahres stark ausgetrocknet.

Rund 850 Feuerwehrleute und vier Löschflugzeuge vom Typ Canadair bekämpfen das Feuer in dem Waldgebiet, in dem sich auch das Schloss von Fontainebleau befindet. Die Flieger schöpfen im Niedrigflug Wasser aus der Seine. Rund 2.250 Hektar Fläche wurden bereits von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen.

Der Brand war am späten Sonntagnachmittag am Rande einer Autobahn ausgebrochen. Rund 800 Anwohner wurden seitdem in Sicherheit gebracht. Menschen kamen bisher nicht zu Schaden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) sprach „unseren Feuerwehrleuten und Rettungskräften, die heute gegen die Brände kämpfen“, die Anerkennung der Nation aus.

Der Wald von Fontainebleau ist ein beliebtes Naherholungsziel für Pariser. Viele Menschen ignorieren die Verbote, im Wald zu zelten und zu grillen.