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Detroit – Die Radikalen bauen ihre Macht innerhalb der Demokratischen Partei aus! In Michigan holt der extrem linke Abdul El-Sayed (42) den Senatssitz. Er hatte im Wahlkampf voll auf Palästina-Aktivismus und Israel-Kritik mit antisemitischen Untertönen gesetzt. Unter anderem sendete er einen Wahlspot, der ein Ehepaar im Supermarkt sagen ließ, alles sei wegen Israel so teuer.

El-Sayed ist praktizierender Muslim, seine Frau trägt Kopftuch – Anlass genug für US-Präsident Donald Trump, ihn neben vielen schrillen Attacken wiederholt als „Dschihadisten“ zu beschimpfen. Einmal erklärte der US-Präsident, man müsse für El-Sayed Metalldetektoren im Senat aufstellen. Durch den Wahlsieg wird El-Sayed der erste Muslim im US-Senat überhaupt.

In seiner Triumph-Rede am Wahlabend stellte sich der Wahlsieger selbst als Abdulrahman Mohammad El-Sayed vor und triumphierte auf Arabisch („Hamdullilah!“). Dann sagte er: „Schau, Donald, ich weiß, du hattest Probleme mit meinem Namen. Also: Nachdem JD mich im Januar vereidigt hat, kannst du mich einfach ‚Senator’ nennen.“

Für El-Sayed ist Israel an allem Schuld

Ein Dschihadist, wie Trump behauptet, ist der gelernte Epidemiologe El-Sayed natürlich nicht. Doch seine Wahlkampagne in Michigan, wo viele Einwanderer aus arabischen Ländern leben, war wohl die israelkritischste, die die USA je gesehen haben. So pushte er das populäre Märchen vom israelischen „Genozid“ in Gaza. Noch einen Tag vor der Wahl betonte er im CBS-Interview im emotionalen Ton, er sei gegen eine Zweistaatenlösung im Nahen Osten. „Palästina“ habe ein Existenzrecht – und Israel? Bei der Frage lavierte er herum.

Höhepunkt war aber ein Wahlspot, in dem ein amerikanisches Ehepaar sich zwischen Supermarktregalen fragt, warum alles teurer geworden sei. Der Spot liefert eine sehr einfache Antwort: Weil die USA das Geld der Steuerzahler lieber an die mächtige Kriegsmaschinerie Israel verschenken würden.

Wie stark El-Sayed polarisiert, zeigen auch Reaktionen innerhalb seiner Demokratischen Partei: Dort ging seine demokratische Gegenkandidatin aus den Vorwahlen, Haley Stevens (43), auf maximale Distanz zu ihm und rief wenige Tage vor der Wahl auf, lieber für den republikanischen Gegenkandidaten Mike Rogers (63) zu stimmen. Am Ende vergeblich.