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Usti nad Labem (Tschechien) – Er war am Boden, aber er hat sich zurückgekämpft! Nach Jahren voller Niederlagen hat Ex‑Bundesligastar Martin Fenin (39) sein Debüt als MMA-Kämpfer gewonnen. Es war der erste nüchterne Erfolg eines Mannes, der alles an den Alkohol verloren hat und nun auf ein echtes Comeback hofft.

Aber was war das für eine groteske Blut-Schlacht im restlos ausverkauften Eisstadion von Usti nad Labem! Bis kurz nach Mitternacht warteten die knapp 6000 Fans auf den Hauptkampf, in dem Fenin (Drei Tore beim Bundesliga-Debüt für Eintracht Frankfurt) gegen Martin Kocian (50), den früheren Sänger der Boygroup „Lunetic“, antrat. Im Vorfeld war der Fight inoffiziell als ein Duell zwischen Alkohol (Fenin) und Drogen (Kocian) gehandelt worden. Im Ring gibt Kocian dann zunächst Gas, deckt den Ex-Kicker mit Schlägen ein und bringt ihn zu Boden. Fenins Lippen sind aufgeplatzt, die Nase blutet. „Ich war wie im Tunnel, habe nur reagiert“, gesteht der frühere Eintracht-Stürmer später.

Fenin hofft auf neue Chance

Mit Glück und einigen gefährlichen Kicks rettet sich Fenin in die MMA-Pause. In Runde zwei geht dann alles ganz schnell: Fenin geht nach vorn, trifft – und Kocian kann nicht mehr. Der Ex-Sänger geht zu Boden, hat genug. Riesenjubel in der Halle, der gefallene Star ist wieder da! „Jetzt kann mich keiner mehr auslachen. Ich habe gezeigt, dass ich etwas kann, wenn man mir eine Chance gibt“, sagt Fenin zu BILD.

Ziel: Comeback im Fußball

Drei Monate hatte Fenin sich für den Kampf vorbereitet und dabei „viel weniger getrunken als sonst“. In den Jahren zuvor hatte der Tscheche nur Negativschlagzeilen gemacht: Nach einer gescheiterten Entziehungskur und dem Ehe-Aus war Ex-Bundesliga-Star Fenin sich sicher, er saufe sich zu Tode.

Nun ist die Zuversicht zurück! Während das Blut über sein Gesicht läuft, blitzt in den müden Augen Hoffnung: „Ich will zurück in den Fußball. Auch das kann ich schaffen“, sagt er, als müsse er sich selbst überzeugen. Als Trainer u. a. im Nachwuchs könnte er sich vorstellen, seine Bundesligaerfahrung weiterzugeben.