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Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) – Ein 72-Jähriger aus Westmecklenburg flog jahrelang nach Asien und missbrauchte dort kleine Mädchen. Jetzt wurde der ehemalige Tauchlehrer vor dem Landgericht Schwerin wegen schweren sexuellen Missbrauchs zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Minderjährige Mädchen missbraucht

Laut Anklage flog Reinhard Wolfgang T., der lange Zeit in Thailand lebte, immer wieder nach Asien. In Vietnam und Kambodscha missbrauchte er Mädchen, die gerade mal sieben bis 13 Jahre alt waren. Zuletzt war er im Februar 2026 auf den Philippinen. Da ermittelten die deutschen Behörden nach dem Tipp einer US‑Organisation schon gegen den Mann. Als der 72-Jährige aus dem Urlaub zurückkam, wurde er festgenommen.

Pädokrimineller ist HIV-positiv

Bei Prozessbeginn in der vergangenen Woche vor dem Landgericht in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) hatte der Angeklagte noch geschwiegen. Nach einem Deal (eine Haftstrafe nicht über sieben Jahre) gestand er die 13 angeklagten Fälle. Erschreckend die Details, die in der Verhandlung ans Licht kamen: So suchte T. vor der letzten Asien-Reise im Internet unter anderem, ab welchem Alter der Sex straffrei sei und ob ein Schwerkranker Haftverschonung bekommen könne. Der Angeklagte ist HIV-positiv, leidet an Arthrose, einer Nierenerkrankung und Diabetes. Außerdem sitzt er im Rollstuhl. Von seinen perversen Taten hielt ihn das nicht ab. In seiner Wohnung fanden Ermittler Datenträger mit tausenden Kinderpornos.

Ob der Angeklagte seine minderjährigen Opfer auch mit HIV ansteckte, ist unklar. Oberstaatsanwalt Jörg Seifert im Plädoyer: „Die Opfer in Vietnam und Kambodscha haben keine Chance, gegen ihren Peiniger vorzugehen, ihn anzuzeigen oder Schmerzensgeld zu verlangen.“ Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.