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Sie waren für die Berliner Grünen Direktkandidat in Steglitz. Im Straßenwahlkampf gaben Sie sich unvorsichtigerweise als Jude zu erkennen. Sie wurden beschimpft und tätlich angegriffen. Die Grünen veröffentlichten dazu eine Erklärung: „Wir müssen Antisemitismus gemeinsam überall bekämpfen und Betroffene schützen und unterstützen, und zwar egal, aus welcher Richtung der Hass kommt.“

Jetzt will Ihre Partei mit der Partei von Hannah Bruns koalieren. Diese linke Politikerin findet, dass es sich bei dem Hamas-Hass-Massaker von 7. Oktober um „gerechtfertigten Widerstand“ handelte. Und das soll nur der Anfang gewesen sein. Tel Aviv müsse „befreit“ werden, von den Juden natürlich.

Fühlt sich nicht gut an, oder? Gemeinsam mit einer Partei zu regieren, in der einem manche das Existenzrecht bestreiten – das ist schon etwas sehr Spezielles, finden Sie nicht?

Ich finde, die Grünen sollten ihre Erklärung aktualisieren: „Wir müssen Antisemitismus überall bekämpfen, außer, wenn er links ist und wir gemeinsam mit ihm regieren können.“

Falls die nächste Berliner Regierung aber Kontakte zur organisierten Kriminalität pflegt, wäre so etwas nichts völlig Neues. Das gab es zum Beispiel auch in Chicago. Big Bill Thompson (so nannten ihn alle) regierte Chicago jahrelang als Bürgermeister gemeinsam mit dem Mafiaboss Al Capone. Diese Koalition funktionierte bestens.

Viel Spaß! Ihr Harald Martenstein

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