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Loch Ness – Das kann doch (nicht) wahr sein! Nessie gibt es gar nicht? Er ist seit fast einem Jahrhundert ein Mythos, der fasziniert: das Monster von Loch Ness in Schottland. Diese Frage beschäftigt nicht nur die Fantasie jedes Besuchers, sondern auch ganz ernsthafte Wissenschaftler – und einer will es nun ganz genau wissen.

Naturforscher Adrian Shine (76) beschäftigt sich seit rund 50 Jahren mit Loch Ness, seinen Geheimnissen und den angeblichen Sichtungen des berühmtesten Seeungeheuers der Welt. Sein endgültiges Urteil: „Nessie“ ist nach seiner Einschätzung nur ein Mythos. Das ist bitter. Aber wie kommt er darauf?

Forscher sammelte Daten zu Loch Ness

1973 zog der gebürtige Engländer in die schottischen Highlands. Fasziniert von Geschichten über mysteriöse Seeschlangen und rätselhafte Kreaturen gründete er später das „Loch Ness Project“. Jahrzehntelang sammelte und untersuchte Shine Daten, setzte sich mit Sichtungen auseinander und verglich die Erzählungen mit möglichen natürlichen Erklärungen.

Hinter den vermeintlichen Monster-Sichtungen steckten demnach ausschließlich natürliche Phänomene, aus denen über Jahrzehnte eine gewaltige Legende entstand. Der Experte: „Viele Sichtungen werden durch Schiffswellen verursacht.“ Weitere Erklärungen: Vögel auf dem Wasser können wie ein langer Hals wirken. Auch Felsen oder Baumstämme, die durch besondere Strömungsverhältnisse vermeintlich gegen den Wind schwimmen, seien Erklärungen für vermeintliche Sichtungen. Über andere Fotos, auf denen das Monster deutlicher zu erkennen sein soll, sagt der Wissenschaftler: „Sie waren alle Fälschungen.“

Über tausend „Nessie“-Sichtungen

Für eingefleischte „Nessie“-Fans dürften die Aussagen eine herbe Enttäuschung sein. Denn ausgerechnet ein Mann, der einen Großteil seines Lebens mit der Suche nach dem Monster verbracht hat, glaubt nicht mehr an das Ungeheuer. Dabei tauchten zuletzt sogar Theorien auf, die scheinbar durch Fotos aus dem Weltall gestützt werden: Demnach schwimmt „Nessie“ nicht alleine im schottischen See, sondern ist Teil einer ganzen Familie. Immer wieder werden angebliche Sichtungen gemeldet – das offizielle „Nessie-Register“ verzeichnet bislang 1165.