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Washington – Der nächste einflussreiche General des US-Militärs muss gehen. Dieses Mal soll es überraschend den ranghöchsten Armee-Strategen Generalleutnant Brett Sylvia (54) getroffen haben, der im Generalstab für Strategie, Planung und Politik verantwortlich war. Das berichten mehrere Medien. Demnach stehe Sylvia unter Verdacht, vertrauliche Informationen an Medien durchgesteckt zu haben. Vorwurf: Geheimnisverrat!

Wie CBS und Fox News berichten, soll sich Sylvia sogar einem Lügendetektor-Test unterzogen haben. Bei der Frage, ob er geheime Informationen weitergereicht habe, habe er den Test gleich dreimal nicht bestanden. Dies soll zu der Entlassung aus dem Militär geführt haben. Über eine Bestätigung der Personalie durch das US-Verteidigungsministerium gibt es unterschiedliche Angaben.

„Notwendige personelle Maßnahmen ergriffen“

Pentagon-Sprecher Sean Parnell schrieb beim Onlinedienst X: „Nach einer umfassenden Untersuchung durch das Air Force OSI hat das Ministerium notwendige personelle Maßnahmen ergriffen, um sensible Informationen zu schützen.“ Weitere Angaben zu der betroffenen Person gebe es nicht, „um die Integrität der Untersuchung zu wahren“. Generell erklärte Parnell: „Das Kriegsministerium hat eine Null-Toleranz-Politik gegenüber der absichtlichen, unbefugten Offenlegung geheimer Informationen.“

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (46) hat seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 im Auftrag von Präsident Donald Trump (80) rund zwei Dutzend ranghohe Militärvertreter ausgetauscht. Sylvia übernahm erst vor einem Jahr den Chef-Posten im Generalstab, nachdem sein Vorgänger Joseph McGee in den Ruhestand gehen musste. Der demokratische Senator Mark Kelly (62) wirft Hegseth eine Säuberung unter Spitzenkommandeuren vor.

Spekulationen über neuen Iran-Angriff

Der Zeitpunkt von Sylvias Abgang ist heikel. Aktuell wird über einen erneuten US-Angriff auf den Iran nach den Kongresswahlen am kommenden Dienstag spekuliert. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, soll Washington mehrere Länder im Nahen Osten und regionale Verbündete gewarnt haben, sich auf einen möglichen „kurzen, intensiven Militäreinsatz“ und auf Vergeltungsschläge einzustellen.