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Die Karte ist erschreckend: Deutschlandweit haben Kinderhasser Süßigkeiten mit spitzen und gefährlichen Gegenständen präpariert und an Halloween an Kinder verteilt. Mindestens zwei Kinder wurden verletzt. Bei der Polizei wurden mehr als 80 Fälle gemeldet.

In zwei Fällen wurden Kinder verletzt: In Bremervörde (Niedersachsen) steckte eine mindestens 5 Zentimeter lange Stecknadel in einem Schokoriegel. Ein Mädchen verletzte sich an der Zunge, als es hineinbiss. In Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) erlitt ein Kind durch eine Nadel leichte Verletzungen im Mundbereich.

Neunjährige hatte Spieß selbst in Riegel gesteckt

Die Polizei untersucht nun die Fälle. Besonders viele manipulierte Süßigkeiten wurden in Bayern gefunden. Dort sind der Polizei 25 Fälle bekannt. In einem davon sollen aber die Süßigkeiten von den Personen selbst präpariert worden sein, die diese bei der Polizei gemeldet hatten, berichtet die Nachrichtenagentur KNA.

In Hildburghausen (Thüringen) gab ein Mädchen (9) zu, selbst einen Holzspieß in einen Schokoriegel hineingesteckt zu haben. Der Vater kam zur Polizei und nahm die Anzeige zurück. Das Mädchen gab zu, den Spieß selbst hineingesteckt zu haben, als der Vater sie ermahnte, dass der Schokoriegel als Beweismittel gebraucht werde.

Bösartiger Internetaufruf?

Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass im Netz zu den feigen Anschlägen auf Kinder aufgerufen wurde. Matthias Werk, Sprecher der Polizei Essen, erklärt gegenüber BILD: „Wir gehen aktuell davon aus, dass die Täter die Anregung zur Begehung dieser Straftaten aus dem Internet haben. Die Ermittlung zu einer solchen Quelle dauert an.“

Auch eine TikTok-Challenge könnte Auslöser gewesen sein. Die Polizei Niederbayern ermittelt dazu.

Warnung auch zu Sankt Martin

Die Polizei warnt auch Eltern davor, beim traditionellen Martinssingen am 11. November aufmerksam zu sein. Die Kinder ziehen dabei von Haus zu Haus: In katholischen Gebieten singen sie Lieder zu Ehren von Sankt Martin. In protestantischen Regionen erinnern sie an Martin Luther, dessen Namenspatron der Heilige Martin war.

Dabei erhalten die Kinder Süßigkeiten für ihren Gesang. Laut NDR rät die Polizei den Eltern, die Gaben sicherheitshalber zu kontrollieren.