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Mitte August übernahm Jürgen Klopp (59) das Amt des Bundestrainers. Er soll die deutsche Nationalmannschaft wieder zu einer Einheit formen. Zu einer Mannschaft, die wieder um Titel mitspielt. In seiner ersten Länderspielphase hat Klopp für die vier Partien gegen Holland, Griechenland (zweimal) und Serbien gleich zwei Kader nominiert.

Zudem wird nach BILD-Infos Joshua Kimmich der Kapitän bleiben. Nun hat sich Ex-Nationalspieler Max Kruse zum Bayern-Superstar geäußert und scharfe Kritik geübt.

Kruse: „Kimmich ist für mich nicht der Richtige dafür“

Im Podcast „Beidfüßig“ spricht Kruse Kimmich die Qualität als Leitfigur ab: „Leadership zeigt sich nicht nur durch die Binde und hartes Einsteigen, Leadership ist so viel mehr – Kimmich ist für mich nicht der Richtige dafür.“ Dem DFB-Team fehlten generell Typen mit Ecken und Kanten, da im modernen Fußball längst „alles glattgebügelt“ sei, so Kruse. Er sieht keine „richtige Leader-Figur auf dem Platz“.

Jürgen Klopp hatte zuletzt seinem Kapitän demonstrativ den Rücken gestärkt und eine klare Rollenverteilung auf dem Platz festgelegt. Kimmich rückt fest ins zentrale Mittelfeld zurück: „Wir sehen ihn als Mittelfeldspieler. Wir hatten nicht ein Gespräch, in dem wir von ihm als Rechtsverteidiger gesprochen haben“, sagte Klopp. Gleichzeitig nimmt Klopp seinen Strategen aber auch in die Pflicht und fordert mehr defensive Disziplin: „Stabilität kommt nur davon, wie man defensiv arbeitet – da brauche ich jeden Einzelnen. Das gilt für Jo wie für jeden anderen auch.“

Unter Julian Nagelsmann lief Kimmich bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko als rechter Verteidiger auf. Auf der Position hat er zwar seinen Durchbruch im Profifußball geschafft, doch auf der Position im zentralen Mittelfeld ist er zum Weltklassespieler geworden. Dort soll er unter Klopp wieder mehr Einfluss auf das Spiel nehmen und vorangehen.