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Fort Worth (USA) – Der deutsche Terror-Verdächtige Kai M. soll andere Mitglieder von sadistischen Online-Gruppen zu schweren Gewalttaten aufgerufen haben. Unter anderem in den USA brachte er laut aktuellen Vorwürfen der Bundesanwaltschaft zudem Jugendliche dazu, Brandanschläge zu begehen. Bei einem dieser Täter soll es sich um Evan B. (17) aus Texas handeln.

Erst gingen fünf Autos binnen weniger Tage in Flammen auf, dann bekamen mehrere Schulen brutale Anschlagsdrohungen: Evan B. aus Fort Worth im US-Bundesstaat Texas soll für eine von Kai M. geführte rechtsextreme internationale Internet-Gruppe gezündelt und Angst verbreitet haben.

Brandserie zum Jahreswechsel

Die Serie von Brandstiftungen begann an Heiligabend 2025. Bis Neujahr wurden die Fahrzeuge in einem Umkreis von rund zweieinhalb Kilometern um die Anschrift des 17-Jährigen mit den langen schwarzen Haaren angezündet. Nach Angaben des US-Senders „FOX 4“ führten Aufnahmen aus Überwachungskameras die Ermittler zu dem Jugendlichen. Am 8. Januar 2026 wurde er festgenommen.

Drohvideo mit Horrormaske und Nazi-Flagge

Weitere Ermittlungen der Polizei führten zu einem größeren Komplex, ähnlich dem berüchtigten Online-Netzwerk „764“. Wie der US-Sender „WFAA“ unter Berufung auf einen Haftbefehl berichtet, soll Evan B. Bilder einer örtlichen Mittelschule an eine international agierende Extremistengruppe geschickt haben. Diese verbreitete Videos, in denen ein bewaffneter Mann mit Eishockeymaske (wie Serienmörder Jason in der Horror-Reihe „Freitag der 13.“) vor einer Nazi-Flagge wahllose Massentötungen androhte.

Bei dem Maskierten könnte es sich um B. handeln. Ein weiterer Clip nannte 14 Schulen in Nordtexas als mögliche Ziele. Aber auch Kinderpornos sollen bei dem 17-Jährigen gefunden worden sein.

US-Teenie lernte Deutschen beim Zocken kennen

Den Berichten zufolge lernte B. den Anführer der Gruppe auf einer Gaming-Plattform kennen. Dieser Fall zeigt, wie die mutmaßlichen Anweisungen von Kai M. aus Deutschland über Chatgruppen tausende Kilometer weit und bis in die reale Welt gereicht haben könnten. Auch der Jugendliche aus Fort Worth sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der texanischen Polizei dauern an.