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Bremerhaven – Heftige Kollision beim Ablegen! Die „Mein Schiff 3“ von TUI Cruises ist am Abend mit einem MSC-Containerschiff zusammengestoßen. Nach Informationen der „Nordsee-Zeitung“ riss dabei die Bordwand des Frachters auf.

Eigentlich sollte es für die Passagiere der „Mein Schiff 3“ auf eine 20-tägige Kanaren-Reise gehen. Gegen 17 Uhr legte der Kreuzfahrtriese trotz stürmischen Wetters mit Unterstützung von Schleppern von der Columbuskaje ab. Am Containerterminal geriet das Schiff dann offenbar in Schwierigkeiten. Starke Windböen sollen die „Mein Schiff 3“ erfasst haben. Trotz Unterstützung der Schlepper konnte sie ihren Kurs offenbar nicht halten.

„Es gab ein Zittern und Ruckeln“

Christian Breden hatte seine Eltern (69 und 68) zum Schiff gebracht und ihnen vom Kai aus noch bei der Abfahrt zugewinkt. Ihre Kabine liegt auf der Steuerbordseite, also auf jener Seite, die später mit dem Containerschiff kollidierte.

Schon beim Ablegen bemerkte Breden Probleme. „Das Schiff stand minutenlang etwa 30 Meter vom Kai entfernt auf der Stelle. Es kam nicht gegen den Wind an. Die Böen waren wirklich stark.“ Dann habe sich der Kreuzfahrtriese langsam in Bewegung gesetzt. Rund zehn Minuten später kam es zum Zusammenstoß.

Seine Eltern erlebten die Kollision an Bord. „Meine Eltern sagten, es hat gekracht, wie sie es noch nie erlebt haben. Es gab ein Zittern und Ruckeln auf dem Schiff“, berichtet Breden BILD.

Kurios: Einige Passagiere bekamen von der Kollision offenbar zunächst überhaupt nichts mit. Bredens Eltern zufolge waren darunter vor allem Reisende mit Kabinen auf der Backbordseite. Einige hätten erst beim Abendessen erfahren, was passiert war.

Die Passagiere bleiben nun zunächst an Bord der „Mein Schiff 3“. Die Schäden sollen über Nacht begutachtet werden. Wie es danach mit der geplanten Kanaren-Reise weitergeht, ist noch offen.

Keine Verletzten bei der Kollision

Inzwischen hat sich auch TUI Cruises zu dem Vorfall geäußert und die Kollision bestätigt. Die „Mein Schiff 3“ sei nach dem Zusammenstoß wieder an die Pier zurückgekehrt.

Die wichtigste Nachricht für Passagiere und Besatzung des Kreuzfahrtschiffs: Nach aktuellem Kenntnisstand wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Wie groß der Schaden tatsächlich ist und welche Folgen die Kollision für die geplante Reise hat, teilte die Reederei zunächst nicht mit. TUI Cruises kündigte an, weitere Informationen bekannt zu geben, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen. Die weiteren Ermittlungen der Wasserschutzpolizei der Polizei Bremen zum Unfallhergang dauern an.

Für die Passagiere heißt es damit vorerst: warten statt Kanaren. Wann und ob die Passagiere ihre 20-tägige Reise fortsetzen können, ist noch unklar.