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Southaven (USA) – Das Brummen seines riesigen KI-Rechenzentrums treibt Anwohner auf die Barrikaden. Doch Elon Musk (55) hat offenbar eine ungewöhnliche Lösung für den Nachbarschaftsstreit: Er will die Häuser der Betroffenen kaufen. Bis zu 418 Immobilien könnten den Besitzer wechseln.

In dem riesigen Rechenzentrum „MACROHARDRR“ in Southaven (58.000 Einwohner, US-Bundesstaat Mississippi) des von Tech-Milliardär Elon Musk (55) gegründeten KI‑Unternehmens xAI stehen Hochleistungscomputer, mit denen Musks Firma ihre Künstliche Intelligenz trainiert – nur wenige Kilometer von seinem riesigen „Colossus“-Supercomputer in Memphis entfernt.

Wo die lauten Geräusche herkommen

Doch die enorme Rechenleistung braucht auch enorme Mengen Strom. Dafür betreibt xAI im nahen Southaven auch ein Kraftwerk mit Gasturbinen für die energiehungrige KI‑Infrastruktur. Genau die sind zum Zankapfel mit den Nachbarn des angrenzenden Viertels „Colonial Hills“ geworden – denn das ständige Brummen raubt ihnen die Ruhe.

Streit mit Elon Musk landet vor Gericht

Drei Anwohner zogen im Juni vor Gericht. Sie werfen xAI und der Betreibergesellschaft MZX Tech vor, dass von der Anlage regelmäßig Lärm und Vibrationen ausgehen. Einer der Kläger, Jason Haley, beschrieb das Geräusch gegenüber dem US-Sender CBS als ständiges Surren, „wie ein Flugzeug“, das über seinem Haus schwebt.

Nun nimmt der Nachbarschaftsstreit eine ungewöhnliche Wendung: Immobilienmakler sprechen im Namen der Musk-Tochtergesellschaft MZX Tech LLC die Hausbesitzer in der Umgebung an und bieten ihnen Geld für ihre Immobilien. Nach einem Bericht des britischen Guardian könnten bis zu 418 Häuser betroffen sein.

Das sagt das Unternehmen

18 Eigentümer sollen bereits eine Verkaufsabsicht vereinbart haben, fünf Verkäufe wurden dem Bericht zufolge bislang offiziell vollzogen. xAI selbst hat die Zahl von 418 möglichen Hauskäufen nicht bestätigt. Das Unternehmen wies die Vorwürfe der rücksichtslosen Lärmbelästigung zurück. Man sei „sehr auf ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis bedacht“ und habe u. a. Schallschutzwände errichtet, schreibt die Zeitung.

Nicht alle sind gegen das KI-Rechenzentrum

Besonders brisant: Wer verkauft, soll sich verpflichten, sich nicht an der Klage wegen des Lärms zu beteiligen. Southaven ist geprägt von Vorstadtvierteln. Viele Menschen leben in eigenen Häusern. Und nicht alle Anwohner lehnen die Ansiedlung ab. Befürworter hoffen auf neue Jobs, mehr Aufträge für örtliche Firmen und zusätzliche Steuereinnahmen in Mississippi, einem der ärmsten US‑Bundesstaaten. Southavens Bürgermeister Darren Musselwhite: „Diese Entwicklung wird den Steuerzahlern im Bezirk DeSoto beispiellose Steuereinnahmen bescheren, die die Lebensqualität für alle verbessern werden“, zitiert ihn der Guardian.