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Sjöbo (Schweden) – Ein Hacker-Angriff in Schweden hat die Kühlschränke mehrerer Supermärkte von ICA und Coop lahmgelegt. Viele Geschäfte konnten nicht öffnen. Auch Lebensmittelmärkte in Belgien und Luxemburg sollen das Ziel von Cyber-Attacken gewesen sein.

Kühl-Temperatur stieg auf 50 Grad

ICA Kvantum aus Sjöbo (Südschweden) bestätigte auf seiner Facebook-Seite: „Was niemals passieren durfte, ist passiert! Unsere Kühl- und Gefrierschränke wurden in der Nacht gehackt, und die Temperatur wurde auf 50 Grad eingestellt. Wir sind unglaublich traurig darüber und arbeiten mit Hochdruck daran, alle verdorbenen Waren zu entsorgen und alles wieder zum Laufen zu bringen.“ Am Montagmorgen blieb das Geschäft geschlossen, ist inzwischen wieder geöffnet.

40 Supermärkte in Belgien betroffen

Gustaf Nilsson, Pressesprecher der Ica Group, bestätigte schwedischen Medien: „Uns ist bekannt, dass in der Nacht eine begrenzte Anzahl von Filialen von einem Vorfall betroffen war, der ihre Kühl- und Gefrieranlagen beeinträchtigte.“ Um wie viele Geschäfte es sich handelte, wollte der Sprecher nicht sagen. Bei Coop soll der Hacker-Angriff sechs Filialen lahmgelegt haben. In Belgien meldeten über 40 Delhaize-Supermärkte, dass die Temperatur in ihren Kühlanlagen anstieg. Eine Unternehmenssprecherin nannte den Vorfall „IT-Störung“, eine Untersuchung wurde eingeleitet.

Wie hoch der Schaden ist, ist derzeit noch unklar. Die kompletten Kühllager und Regale in den Märkten mussten geräumt, die Lebensmittel entsorgt werden. Erst im Oktober legte ein ähnlicher Angriff auf Kühlanlagen über hundert französische Supermärkte lahm – durch den plötzlichen Temperaturanstieg fingen einige Kühlschränke sogar Feuer. Wer hinter den Cyber-Attacken steckt, ist bislang offen.