Interpol fahndet nach einer Ukrainerin wegen Explosion in Monaco
Die internationale Polizeiorganisation Interpol hat nach einer Explosion mit drei Verletzten in Monaco die Fahndung nach einer 39-jährigen Frau aus der Ukraine gestartet. Die Frau werde wegen versuchten Mordes, der Platzierung eines Sprengsatzes mit krimineller Absicht sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung gesucht, teilte die Polizeiorganisation in ihrem Fahndungsaufruf mit.
Bei der Detonation einer Paketbombe am Eingang eines Wohngebäudes wurden am vergangenen Montag mehreren Quellen zufolge der Bauunternehmer Wadym Jermolajew und zwei seiner Familienmitglieder verletzt. Jermolajew hat seine ukrainische Staatsbürgerschaft vor Jahren abgegen und unterliegt seit 2023 ukrainischen Sanktionen wegen seiner geschäftlichen Aktivitäten auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim.
Fahndung umfasst auch mögliche Komplizen
Die mit Haftbefehl gesuchte Verdächtige gab sich laut Staatsanwaltschaft als Mann aus. Auf Aufnahmen von Überwachungskameras ist sie mit einem schwarzen Fischerhut zu sehen gewesen. Auf zwei Fahndungsfotos ist eine Frau mit halblangen braunen Haaren und einem schwarz-weiß-gestreiften T-Shirt zu sehen. Auf ihrem rechten Oberarm hat sie ein Tattoo, laut Interpol vermutlich eine Schlange. Die Ukrainerin soll in Deutschland leben und ein Auto mit einem deutschen Kfz-Kennzeichen besitzen.
Neben der Frau wird auch nach möglichen Komplizen und Mitwissern gefahndet. Zwei Männer, die zwischenzeitlich wegen möglicher Komplizenschaft verhaftet wurden, wurden mittlerweile wegen fehlender Beweise freigelassen.