TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Am Vorabend von Halloween wird es schaurig in der Sporthalle Hamburg: Wenn der Handball Club Hamburg am Freitag (20 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) die Rhein-Neckar Löwen empfängt, ist entsprechende Stimmung angesagt. Mehr als 3500 Tickets sind bereits weg, die Partie in der Opel Handball-Bundesliga ist fast ausverkauft. Der HCH schmückt die Halle gruselig – und auch die Fans sind eingeladen, sich passend zu verkleiden.

Sportlich lief es für beide Teams bislang auch eher gruselig. Die Löwen, die zuletzt gegen Magdeburg (23:31) chancenlos waren, wollten oben mitbrüllen, finden sich aber mit 7:13 Punkten in der zweiten Tabellenhälfte wieder. Die Konsequenz: Vor zwei Wochen zogen die Verantwortlichen die Reißleine und trennten sich von Trainer Maik Machulla (49). Co-Trainer Michel Abt (36) hat nun das Sagen.

Nur zwei Punkte trennen die Löwen vom HCH (5:15), der nach der unglücklichen Niederlage beim Bergischen HC den nächsten Anlauf auf wichtige Zähler nimmt. Nach dem tierischen Duell mit den BHC-Löwen wartet jetzt das nächste Rudel – eines mit viel bekannter Qualität. Ein Mutmacher für den HC Hamburg: Seit dem Bundesliga-Aufstieg 2021 gewann Hamburg drei der fünf Heimspiele gegen die Löwen und verlor nur eines.

Im Sommer wechselte Jacob Lassen (31) von Hamburg nach Mannheim. Ein Jahr zuvor wurde Dani Baijens (28) ein Löwe. Auch Kentin Mahé (35) trug bereits das Hamburger Trikot. Dazu kommen u. a. die deutschen Nationalspieler David Späth (24) und Jannik Kohlbacher (31).

Löwen-Linkshänder Lassen („Ich freue mich sehr auf das Spiel“) plauderte bei Löwen-Trainer Abt aus dem Hamburger Nähkästchen. „Ich habe mich mit Jacob ausgetauscht“, bestätigte Abt. „Da das Grundsystem eines Trainers in der Regel ähnlich bleibt. Trotzdem sind wieder ein paar neue Spieler dazugekommen, die anders eingesetzt werden als die Spieler, die noch in der vergangenen Saison da waren.“

HCH-Trainer Torsten Jansen (49) steht vor der Aufgabe, den Tempo-Handball der Mannheimer zu bremsen. Dabei muss er weiterhin auf Moritz Sauter (23, Kreuzbandriss), Elias Kofler (26, Rücken) und Leon Nowottny (21, Hüfte) verzichten.

Jetzt soll die Sporthalle zum Hexenkessel werden und Hamburg helfen. Halloween, Hexenkessel, Handball: Der HCH will den Löwen Saures geben.