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Sydney (Australien) – „Sie wird ohne Mutter aufwachsen“ – dieser Gedanke schoss Leah S. (34) durch den Kopf, als ein riesiger Hai sie vor der australischen Küste angriff und beinahe tötete. Mehr als zwei Monate nach der blutigen Attacke spricht die Lehrerin und Mutter einer 18 Monate alten Tochter erstmals öffentlich über die schlimmsten Minuten ihres Lebens.

In der Sendung „60 Minutes Australia“ schilderte die Pädagogin unter Tränen die dramatischen Minuten, die ihr Leben für immer veränderten. Das Tier, mutmaßlich ein Weißer Hai, hatte sich bereits in ihr Bein verbissen. Plötzlich sah sie ihr Kind vor sich.

Die Vorstellung, dass ihre Tochter August ohne Mutter aufwachsen könnte, traf sie härter als die Angst vor dem Hai. „Sie wird keine Mama mehr haben“, dachte Leah S.. Ein Gedanke, den sie nicht ertragen konnte und der ihr die Kraft gab, gegen das Tier zu kämpfen.

Mutter verliert Arm nach Hai-Angriff

Am 13. Juni war die Lehrerin beim morgendlichen Schwimmen in der Nähe des Coogee Beach in Sydney von dem Hai attackiert worden. Während sich das Wasser um sie herum rot färbte, zog ein Rettungsschwimmer die lebensgefährlich verletzte Frau ans Ufer. Im Krankenhaus wurde sie zeitweise in ein künstliches Koma versetzt und musste mehrfach operiert werden. Ihren linken Unterarm konnten die Ärzte nicht retten.

„Es war ein Monster“

Besonders eine Erinnerung verfolgt die 34-Jährige bis heute: der Blick in die Augen des Hais. „Ich werde sein Gesicht nie vergessen. Es war ein Monster“, sagte sie. Heute, mehr als zwei Monate nach der Attacke, blickt die 34-Jährige voller Dankbarkeit zurück. In einer bewegenden Nachricht bedankt sie sich bei den Menschen, die sie in ihrer schwersten Zeit begleitet haben.

Die Welle der Anteilnahme habe ihr und ihrer Familie Kraft gegeben, als ihre Welt von einem Moment auf den anderen zusammenbrach. „Nach diesen unglaublich schwierigen Monaten bin ich so froh, dass ich Fortschritte gemacht habe, um wieder etwas Selbstständigkeit zu erlangen, und ich nach all dem endlich wieder Licht am Horizont sehe“, schreibt Stewart auf der Onlineplattform GoFundMe, wo inzwischen fast eine halbe Million Euro für sie gespendet wurde.