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Las Vegas – 2023 raste die Formel 1 erstmals seit den 80ern wieder durch die funkelnde Luxusstadt Las Vegas. Doch für Fans, die das freie Training sehen wollten, wurde es eine dunkle Nacht. Nach einem Trainingsunfall von Carlos Sainz (31) musste die gesamte Strecke überprüft werden. Das Training ging deshalb erst um 3 Uhr nachts los – ohne Fans.

Die klagten und bekamen jetzt Recht. Die Formel 1 und der Las Vegas GP müssen einen Schadensersatz von 3 Millionen Dollar zahlen.

Formel 1: Trainingsunfall von Carlos Sainz

Beim freien Training zertrümmerte ein nicht verschweißter Gullydeckel den Boliden vom damaligen Ferrari-Piloten Carlos Sainz (31/jetzt Williams). Aufgrund des hohen Anpressdrucks riss die Verankerung aus dem Unterboden des Rennwagens.

Die Folge: Alle Gullydeckel auf der Strecke mussten überprüft werden. Das Sicherheitspersonal, das den Mammut-Check durchführen musste, durfte jedoch keine Überstunden machen. Dadurch verzögerte sich das Training nochmals. Die Fans erhielten keine Informationen. Viele Zuschauer verließen die Strecke, ohne ein fahrendes Auto zu sehen. Berichten zufolge seien sie auch von der Polizei weggeschickt worden.

Schließlich ging das Training mitten in der Nacht ohne Zuschauer los. Diese verklagten die Formel 1 und den Las Vegas GP auf ganze 3 Milliarden Dollar. 2025 wurde das Verfahren abgewiesen. Nachdem die Anklageschrift geändert worden war, ging der Prozess weiter und endete nun mit dem Schadensersatz von 3 Millionen Dollar.

Entschädigung: Bestimmte Fans müssen Antrag stellen

Zuschauer, die Karten über den offiziellen Veranstalter des Las Vegas GP oder über Ticketmaster gekauft haben, werden über ihre Ansprüche automatisch informiert. Wer andere Portale genutzt hat, muss bis zum 27. August eigenständig einen Antrag stellen.

Kurios: Beim Las-Vegas-Rennen 2025 musste das zweite Training erneut wegen eines kaputten Gullydeckels unterbrochen werden. Da dauerte die Pause aber nur 14 Minuten.