Dortmund – Was für ein Comeback! Werder kommt nach 0:2 gegen Borussia Dortmund noch zurück, holt dank eines Last-Minute-Treffers (90.+2) von Niclas Füllkrug (33) einen wichtigen Zähler im ausverkauften Signal-Iduna-Park. Kurz nach dem Abpfiff fielen sich alle Bremer um den Hals, anschließend ging es in die Kurve zum Feiern.
Doch zwischen den strahlenden Werder-Stars tauchte ein für Fußball-Deutschland eher unbekanntes Gesicht auf. Werder-Busfahrer Andreas Grassmann feierte mit den Spielern, sollte sogar auf den Zaun. Der Hintergrund: Grassmann wurde am Freitag 58 Jahre alt. Initiator der Aktion war – na klar – Niclas Füllkrug.
„Er hat sich das 1:0 von mir gewünscht. Das hat leider nicht ganz geklappt. Aber wir haben hier bei einer der besten Mannschaften der Liga einen Punkt geholt. Deshalb ist es trotzdem sehr gelungen“, erklärt Füllkrug. Und Grassmann ergänzt: „Das war ein sehr schöner Blick.“
Füllkrug holt Busfahrer in die Werder-Kurve
Diese Szene zeigt: Füllkrug verkörpert die Identifikation mit Werder wie kaum ein anderer im Kader. Dabei ist er von England-Absteiger West Ham nur ausgeliehen. Doch für Füllkrug steckt mehr als nur die Werder-Liebe hinter der Bremer Leistungs-Explosion. Der Stürmer: „Es geht vor allem auch um Qualität. Ich habe nicht umsonst bei Milan, Dortmund und West Ham gespielt. Eren (Dinkci, d. Red.) ist ein gestandener Bundesliga-Spieler. Grüllo (Marco Grüll, d. Red.) hat einen großen Schritt gemacht. Ich weiß nicht, ob es bei meinem Kopfball hilft, dass ich im Internat gewohnt habe.“
Durch das späte Ausgleichstor traf Füllkrug erstmals in seiner Karriere in vier Spielen in Folge. Darüber hinaus war es sein erster Treffer gegen den BVB, für den er in der Saison 2023/24 ebenfalls auflief. Füllkrug: „Um 20.30 Uhr kommt der Champions-League-Fülle raus. Nein, Spaß. Aber es ist einfach toll hier. Ich konnte mir den Jubel trotzdem nicht verkneifen. Es war aber ein Tor für Werder und nicht gegen den BVB.“