TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Darwin (Australien) – Ein Fang ganz nach seinem Geschmack – allerdings vor allem fürs Konto: Matthew Maurice (26) machte ein 80 Zentimeter langer Barramundi über Nacht zum Millionär. Auf seinem Teller landete der Glücks-Fisch dagegen nie. BILD erzählt der Australier jetzt, warum er seine wertvolle Trophäe nicht aufgegessen hat.

Fangen, freuen, filetieren – von wegen! Eigentlich hatte Matthew Maurice am Corroboree Billabong im Northern Territory nur einen 80 Zentimeter langen Barramundi an der Angel – einen in Australien sehr gefragten Speisefisch.

Wie der Angler zum Millionär wurde

Aber dann entdeckte er die rote Markierung: Ausgerechnet sein Fang war im Rahmen der australischen „Million Dollar Fish“-Aktion eine Million australische Dollar wert – und machte den 26-Jährigen auf einen Schlag zum Millionär. Die Aktion gibt es seit 12 Jahren, erst einmal zog vor Maurice ein Glücklicher den Millionen-Fisch aus dem Revier.

Glückspilz konnte seinen Fang nicht essen

Seitdem wird er immer wieder mit dem Tier gezeigt. Nur eines wurde aus dem Barramundi nicht: Abendessen. „Leider nicht!“, antwortet Maurice auf die BILD-Anfrage per Mail, ob er den wohl teuersten Fisch seines Lebens gegessen habe.

Seine Antworten erreichen uns schriftlich und mit typischer australischer Lässigkeit. Übermittelt werden sie über Shannon Byrne, Senior Media and Communications Manager bei der Northern Territory Major Events Company, die den Wettbewerb veranstaltet. Der Millionen-Gewinner hat also beinahe schon seine eigene Pressebetreuung.

Warum das Tier nicht auf dem Teller landete

Und die ist beim berühmten Fisch inzwischen durchaus nötig: Der Barramundi habe in den vergangenen Tagen immer wieder als „Requisite“ für Fotos herhalten müssen, lässt Maurice ausrichten:

„Er wurde in den vergangenen Tagen ein bisschen als Requisite benutzt und immer wieder in einen Gefrierschrank hinein- und herausgeholt.“ Für die Kühlkette war das natürlich nicht ideal.

Das passiert jetzt mit dem Millionen-Fisch

Doch zwischen Fischstäbchen und Tiefkühlerbsen soll die Geschichte des Millionen-Barramundis offenbar nicht enden: Die Veranstalter arbeiten laut Maurice bereits an einem Plan für ein neues Zuhause des Siegerfischs. Ob er präpariert werden soll, ließ er dabei offen.

Dann wäre zumindest wieder mehr Platz im Kühlfach – vielleicht auch für ein neues Barramundi-Filet. Die wehrhaften Raubfische gelten mit ihrem buttrigen Geschmack als Delikatesse.