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Der Widerstand wächst und wächst. Der englische Fußballverband (FA) bereitet laut Sky News derzeit ein Schreiben vor, in dem er Gianni Infantino (56) die Unterstützung für die Wiederwahl zum Fifa-Präsidenten entzieht!

Zuvor hatte bereits der Fußball-Verband aus Wales Infantino öffentlich seine Unterstützung für die von ihm beabsichtigte Wiederwahl im kommenden Jahr entzogen. In einem Schreiben, das Sky News vorliegt, schreibt der Walisische Fußball-Verband FAW: „Die jüngsten Defizite in den Bereichen verantwortungsvoller Verbandsführung, Entscheidungsprozesse, Führung, Werte, Stakeholder-Management, Kommunikation und Urteilsvermögen haben dazu geführt, dass Herr Infantino das Vertrauen des FAW verloren hat, weiterhin an der Spitze des Weltfußballs zu stehen.“

Wales bestätigte demnach „den Entzug seiner Unterstützung für die Kandidatur von Herrn Gianni Infantino zur Wiederwahl als FIFA-Präsident für die Amtszeit 2027 bis 2031.“ Dies habe der Verband der Fifa auch schriftlich mitgeteilt. „Das Wohl des Fußballs nicht an erste Stelle zu setzen, ist ein Versagen, das wir nicht akzeptieren können.“

Im März stehen Wahlen an

Infantino hatte nach massivem Widerstand Pläne zurückgezogen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte der Fifa etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einzunehmen. Weltweit sorgten die Infantino-Pläne für Entsetzen, die Uefa kritisierte den Schweizer scharf. Der Fifa-Boss knickte ein. Nun wird auch über die Zukunft Infantinos diskutiert, der seit 2016 an der Spitze des Weltverbands steht.

Im kommenden Jahr stehen Wahlen an. Am 18. März 2027 möchte sich Infantino, wenn alles geordnet zugeht, in Rabat (Marokko) auf dem 77. Fifa-Kongress den Statuten zufolge ein letztes Mal für vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen. Vier Namen werden bereits als Infantino-Herausforderer gehandelt. Uefa-Boss Aleksander Ceferin (58), der asiatische Verbands-Boss Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa (60), Victor Montagliani (60), Präsident des für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständigen Kontinentalverbands Concacaf und Mattias Grafström (45), Fifa-Generalsekretär.

Doch es könnte auch schon früher zum großen Knall kommen: Wenn 43 der 211 Fifa-Mitglieder einen außerordentlichen Kongress beantragen und die Mehrheit für ein Misstrauensvotum gegen Infantino bekommen. Dann wäre er bereits vor der regulären Wahl im März 2027 weg.

Uefa droht Infantino mit rechtlichen Schritten!

Für Gianni Infantino kommt es immer dicker. Die Uefa droht nun mehreren Medienberichten zufolge mit rechtlichen Schritten. Wie der „Telegraph“ und die „Financial Times“ berichten, hat die Uefa den Weltverbandspräsidenten aufgefordert, sämtliches Material im Zusammenhang mit dem Vorhaben nicht zu vernichten. Entsprechende Schreiben gingen demnach unter anderem auch an Technologieinvestor Joshua Kushner. Der Bruder von Trump-Schwiegersohn Jared Kushner sollte eine Schlüsselrolle bei dem Projekt einnehmen.

In dem Schreiben lautet es laut „Telegraph“ wörtlich: „Die UEFA teilt hiermit förmlich mit, dass sie aktiv die Einleitung rechtlicher Schritte, eines Schiedsverfahrens und/oder Beschwerden bei den zuständigen Aufsichtsbehörden (zusammen die 'Verfahren') prüft. Diese beziehen sich auf den von der FIFA vorgeschlagenen FFE-Plan sowie auf alle damit in Zusammenhang stehenden Angelegenheiten, die nachstehend näher erläutert werden.“