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Last Minute – im wahrsten Sinne! Kurz vor Ende des Transferfensters hat Schalke nochmal zugeschlagen. Hee-Chan Hwang (30) kommt von Wolverhampton per Leihe mit Kaufoption (3 Mio. Euro). Unfassbar, wie knapp der Wechsel vorm Scheitern stand.

Sportvorstand Frank Baumann (50): „Als wir die Bestätigung bekommen haben, dass im System der Bundesliga alles hochgeladen ist, waren es 35 Sekunden vor Transferschluss.“

Unfassbar! Eine halbe Zeigerumdrehung später und Schalke hätte ohne Extra-Stürmer die Mission Klassenerhalt angehen müssen. Und es war richtig knapp – auch, weil die Technik streikte. Baumann: „Was früher das Faxgerät war, ist heute die digitale Welt mit Dingen wie der digitalen Unterschrift.“

Am Ende klappte es! Das war der Ablauf:

Ausgangslage: Königsblau hat Hwang schon länger auf dem Zettel, doch in den vergangenen Wochen gab's keine konkreten Hoffnungen, dass eine Leihe noch klappen könnte – die Wolves wollten nur fix verkaufen.

Mittag: Stand jetzt geht man beim Aufsteiger davon aus, keinen Transfer zu tätigen.

Die Chance: Dann öffnet sich am „Deadline Day“ die berühmt-berüchtigte Tür, Hwang doch noch per Leihe zu holen. Wolverhampton konnte keinen fixen Transfer realisieren. Während sich der Spieler mit seiner Familie einigt, verhandeln die Klubs.

Nachmittags: Grundsätzliche Einigung um 17 Uhr. Was nicht heißt, dass alles problemlos über die Runden geht...

Abends: Baumann gesteht: „Um 19.50 Uhr hatte ich dann erstmals das Gefühl, dass das doch nicht klappt.“ Dann das eingangs beschriebene Finale – inklusive komplizierter digitaler Unterschrift!

Anschließend gönnt sich das komplette Schalker Transfer-Team ein Abschluss-Bierchen – geschafft!

Übrigens: Der Medizincheck wurde erst am Mittwoch NACH der Unterschrift absolviert. Baumann: „Natürlich ist das ein gewisses Risiko, aber es ist bei einem Leihgeschäft über 10 Monate überschaubar. Hätten wir drei Mio. Euro investiert, hätten wir es nicht gemacht.“