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München – Der FC Bayern legen mit Kritik an Thomas Tuchel (53) nach! In der neuen Ausgabe des Mitglieder-Magazins „51“ schießt Sportvorstand Max Eberl (53) indirekt scharf gegen den ehemaligen Trainer des deutschen Rekordmeisters. Der heutige Coach der englischen Nationalmannschaft war von März 2023 bis Juni 2024 in München.

Eberl über Tuchel-Bayern: „Was für eine Lethargie!“

Der Sportchef der Münchner erzählt nun im Interview davon, in welcher Verfassung er die Stars bei seinem Amtsantritt im März 2024 vorfand. Eberl: „Bei einer Mannschaft wie Bayern ist die Lust mitentscheidend, zusammen etwas Großes zu erreichen. Und darauf hat der Trainer einen Rieseneinfluss. Als ich nach meinem Start im März 2024 die ersten Male im Profihaus war, habe ich gedacht: Was für eine Lethargie. Wie ein Mantel der Schwere.“

Eine harte Kritik, die nicht ausschließlich, aber in erster Linie gegen Tuchel geht! Denn dieser war zu jenem Zeitpunkt noch Bayern-Trainer und damit Hauptverantwortlicher für den Zustand seines Teams. Passend nennt Eberl im Anschluss Tuchels Nachfolger Vincent Kompany (40/fehlt aktuell wegen einer Hirnhautreizung) als Hauptgrund für die inzwischen komplett veränderte und harmonische Atmosphäre in der Kabine sowie im gesamten Verein.

Eberl: Kritik an Tuchel, Lob für Kompany

Der Sportvorstand sagt rückblickend: „Leute, wir sind beim FC Bayern München! Wir können jedes Jahr Meister werden, wir müssen doch Freude haben. Das hat Vincent Kompany komplett wiederbelebt. Viele Spieler sind dieselben – aber sie wirken wie ausgewechselt.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Eberl öffentlich gegen Tuchel austeilt. Und auch die Bosse und sogar Ehrenpräsident Uli Hoeneß (74) sowie Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Rummenigge (71) berichteten in der Vergangenheit schon über atmosphärische Störungen zu Tuchel-Zeiten – im Team und im gesamten Verein. So sagte Hoeneß im Podcast beim Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (59/CSU): „Wenn nicht gut gespielt wurde, hat er sich nicht selbst hinterfragt, sondern da war immer die Mannschaft schuld.“

Eberl hätte trotzdem mit Tuchel weitergemacht

Umso kurioser: Nach der vorzeitigen Trennung von Tuchel (hatte Vertrag bis Sommer 2025) nach der Saison 2023/24 wollte Eberl zwischenzeitlich doch noch mit Tuchel weitermachen – unter anderem, weil zuvor mehrere Wunsch-Kandidaten wie Xabi Alonso (44), Julian Nagelsmann (39) und Ralf Rangnick (68) abgesagt hatten. Das bestätigte Hoeneß damals im „Spiegel“: „Zuerst wollte Max Eberl dem Thomas Tuchel noch ein Jahr draufgeben. Das haben der Karl-Heinz, Herbert Hainer und ich verhindert.“

Nachdem aus der Rolle rückwärts mit Tuchel nichts geworden war, weil auch der Trainer nicht mehr wollte, holte Eberl im Sommer 2024 letztlich Kompany für rund 10,5 Mio. Euro vom damaligen Premier-League-Absteiger FC Burnley. Bislang erwies sich der Belgier als echter Glücksgriff. Er brachte Ruhe in den gesamten Klub, gewann zwei Meisterschaften, den DFB-Pokal im Mai 2026 und schaffte es vergangene Saison bis ins Halbfinale der Champions League (4:5 und 1:1 gegen PSG). Auch deswegen trauern die Bayern Tuchel keine Sekunde hinterher!