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München – Das wollte Vincent Kompany (40) dann doch nicht unkommentiert lassen! Der Trainer des FC Bayern hat am Freitag auf Oliver Kahn (57) und Jens Lehmann (56) reagiert. Die beiden Ex-DFB-Keeper hatten kürzlich bei Sky Zweifel daran geäußert, ob Jonas Urbig (23) künftig der Stammtorwart des deutschen Rekordmeisters werden könne. Lehmann sagte sogar: „Ich glaube nicht, dass er auf Dauer die Nummer eins bei Bayern München wird, weil er zu jung ist. Er ist ein großes Talent, aber in der Regel ist das schwierig, als Nummer zwei im bequemen Windschatten einer Weltklasse-Nummer-eins selbst die Nummer eins zu werden.“

Kompany sagte zunächst nur: „Ich kann nicht jede Talkshow bewerten.“ Dann holte er dennoch zu einem Plädoyer für Urbig aus – allerdings ohne auf die konkreten Zweifel der beiden ehemaligen Weltklasse-Torhüter einzugehen.

Der Belgier sagte: „Wir haben immer einen Plan (für die Torwart-Position) und versuchen, unseren Plan durchzuziehen.“ Was Kompany meint: Die Bayern haben Urbig im Januar 2025 mit dem klaren Ziel für sieben Mio. Euro plus Boni aus Köln geholt, ihn hinter Manuel Neuer (40) zur Nummer eins der Zukunft aufzubauen.

Mit der bisherigen Umsetzung dieses Plans ist Kompany extrem zufrieden, er sagt: „Dass Jonas jetzt in dieser Diskussion ist, ist schön für uns. Als er aus Köln gekommen ist, hat keiner geglaubt, dass das möglich wäre, weil er dort nicht gespielt hatte. Aber wir haben diese Situation schrittweise entstehen lassen. Wir wussten, dass dann diese Diskussion entstehen würde, aber das ist auch gut so.“

Kompany: „Konstellation, die sich viele wünschen“

Der Bayern-Coach erklärt: „Manu ist ein Riesenteil von dieser ganzen Geschichte. Ohne Manu geht das nicht, ohne seine Präsenz, ohne seine Führung, auch ohne seine Leistungen in dieser Zeit. Wir haben eine gute Konstellation. Viele würden sich das wünschen. Wir haben das und dementsprechend ist alles, wie es sein muss.“

Was Kompany meint: In dem Plan, Urbig als Stammtorwart der Zukunft aufzubauen, spielt Neuer eine entscheidende Doppelrolle als Nummer eins und Mentor für seinen designierten Nachfolger. Diese Neuer-Rolle ermöglicht es Urbig, schrittweise mehr Verantwortung zu übernehmen, während er weiter vom fünfmaligen Welttorwart lernt. Aus der Sicht der Bayern-Verantwortlichen ist dies das bestmögliche Modell, um Urbig auf seine künftige Rolle als Stammkraft vorzubereiten – auch, wenn Kahn und Lehmann daran zweifeln.

Welche der beiden Einschätzungen letztlich richtig ist, könnte sich schon nächste Saison zeigen. Denn es gilt als wahrscheinlich, dass Neuer nach Ablauf seines aktuellen Vertrags im kommenden Sommer seine Mega-Karriere beendet.