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Augsburg – Der FC Augsburg erkämpfte sich am Samstag gegen den FC Bayern ein 2:2 und schrieb obendrein noch Bundesliga-Geschichte. Dank eines Patzers von Weltmeister-Keeper Manuel Neuer (40) erzielte FCA-Allrounder Robin Fellhauer (28/kam im Sommer 2025 für 700.000 Euro aus Elversberg) die frühe Führung nach nur 8,4 Sekunden. Superstar Harry Kane (33) spielte den Anstoß direkt zu Neuer, dem der Ball bei der Annahme etwas versprang. Seinen leichtsinnigen Chipball eroberte Fellhauer und schob ihn ins leere Tor zum 1:0 ein.

FCA kannte Bayerns Anstoß-Taktik

Ein Zufall war die Entstehung des Rekord-Tores aus Augsburger Sicht aber nicht. Trainer Manuel Baum (47) bereitete seine Mannschaft vor dem Spiel auf die Anstoßvariante der Bayern genau vor. Nach dem Spiel verriet Fellhauer dazu in der Mixed Zone: „Wir haben vor dem Spiel ganz klar besprochen, was die Anstoß-Taktik von Bayern ist. Dass sie den Ball zurückspielen zu Manuel Neuer und der den Ball nach vorne schlägt. Und deswegen war mein Job in dem Fall, mich nicht blocken zu lassen von Alphonso Davies, sondern irgendwie durchzulaufen und den Torwart daran zu hindern, den Ball kontrolliert zu spielen. In dem Fall hat es super funktioniert.“

Und weiter: „An Davies bin ich relativ einfach vorbeigekommen und habe dann gesehen, dass dem Manu so ein bisschen der Ball versprungen ist. Dann habe ich einfach probiert, so nah wie möglich irgendwie Druck auszuüben.“

Spontan war die Anstoßvariante des Rekordmeisters nicht. Auf BILD-Nachfrage betonte Neuer: „Das ist die klassische, die machen wir ja schon seit langer Zeit.“ Ob die Münchner diese in den nächsten Spielen nun weiter durchziehen, ist nach dem Ausrutscher in Augsburg eher fraglich.

Mit dem 8,4-Sekunden-Tor löste Fellhauer die bisherigen Rekordhalter Karim Bellarabi (36) und Kevin Volland (34) ab, die dem Augsburger gratulierten. Fellhauer: „Ich habe auch eben schon eine Grußbotschaft von Kevin Volland und Karim Bellarabi bekommen.“

Übrigens: Es ist nicht das erste Mal, dass Augsburg den Rekordmeister im Derby auf dem falschen Fuß erwischt. In der Saison 2018/19 ging Augsburg beim 2:3 nach nur zwölf Sekunden durch ein Eigentor von Goretzka in Führung. Wenige Monate später traf Marco Richter beim nächsten Aufeinandertreffen im Oktober 2019 ebenfalls in der ersten Minute für den FCA.

Insgesamt ging der Plan, den sich Baum mit seinem Team ausdachte, am Samstag total auf. Die Augsburger verteidigten die Bayern-Angriffe größtenteils konsequent, standen hinten solide, schalteten nach den Ballgewinnen blitzschnell um und setzten hin und wieder Nadelstiche.

Lob von Baum

Nach Abpfiff lobte Baum seine Profis in den höchsten Tönen: „Das war einfach kollektiv eine gute Leistung, egal wer angefangen hat oder reingekommen ist. Deswegen ist es heute auch nicht angebracht, einen hervorzuheben. Ich bin echt stolz auf die Jungs und das gesamte Stadion.“

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Bayern bei der Entstehung beider Gegentore kräftig mithalf.