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Marienberg – Charlie (7) hat seine Mutter verloren. Im August 2025 fuhr Pierre R. betrunken auf der B95 im Erzgebirge (Sachsen) auf die Gegenfahrbahn und krachte frontal in ein entgegenkommendes Auto. Zwei Frauen starben – darunter Charlies Mutter Melanie R. Ihre Schwester, Charlies Tante, sagt: „Charlie braucht seine Mama. Und ich werde es nie ersetzen können.“ Sie hat das Kind zu sich genommen. Jetzt wurde Pierre R. vom Amtsgericht Marienberg zu drei Jahren Haft verurteilt. Das berichtet „RTL“.

Bei dem Frontalzusammenstoß auf der B95 starb Selina W., die Fahrerin eines der beiden Autos, sofort am Unfallort. Auch Melanie R. erlag später ihren schweren Verletzungen. Zwei Kinder überlebten schwer verletzt: Charlie und Selina W.s Nichte.

Charlies Tante kümmert sich jetzt um den Siebenjährigen. „Und wenn ich ihn jeden Tag angucke, dann sehe ich meine Schwester. Aber es ist trotzdem wunderschön, ihn aufwachsen zu sehen. Und leider ohne seine Mama“, sagt sie.

„Wut, wenn ich ihn nur angucke“

Vor Gericht legte Pierre R. ein Geständnis ab. Er sei sich bewusst, was er getan habe, könne sich nicht mehr im Spiegel ansehen und nicht mehr schlafen, schilderte er weinend. Er habe Verständnis dafür, wenn die Angehörigen ihm nicht verzeihen könnten.

Kerstin R., Charlies Oma, hatte vor der Urteilsverkündung gesagt: „Ich wünsche, dass er eine gerechte Strafe kriegt. Dass er ins Gefängnis kommt. Von ganzem Herzen wünsche ich mir das. Ich habe Wut, wenn ich ihn nur angucke.“

Charlies Tante, Sandra R., vermisst ihre Schwester: „Na, das Zusammensein, das Lachen. Und wir reden immer über alles. Und ich konnte immer anrufen. Sie ruft mich immer an, wenn sie Probleme hatte. Oder ich habe Probleme. Und das vermisse ich sehr“, sagt sie gegenüber „RTL“.

Das Gericht verurteilte Pierre R. zu drei Jahren Haft. Kerstin R. findet die Strafe zu mild, ist aber erleichtert: „Ich finde das Urteil etwas zu mild, aber zum Glück hat er keine Bewährungsstrafe gekriegt. Es bringt uns Melanie und Selina leider nicht zurück.“