Aller guten Dinge sind … vier! Ramon Vega (55) will für das Amt des Fifa-Präsidenten kandidieren. Der Ex-Profi dachte bereits bei den Wahlen 2015, 2019 und 2022 über eine Kandidatur nach, konnte jedoch nicht die notwendige Unterstützung von fünf Fifa-Mitgliedsverbänden hinter sich vereinen. Nun versucht der Schweizer, Gianni Infantino (56) zu stürzen.
Der Fifa-Boss steht nach seinen gescheiterten Plänen zur Privatisierung der Weltmeisterschaft weiter unter Druck, will sich im kommenden März aber für eine vierte und letzte Amtszeit wiederwählen lassen. Bislang hatte sich noch kein Gegenkandidat öffentlich positioniert.
Vega erster Gegenkandidat zu Infantino
Nun traut sich Vega aus der Deckung. Der ehemalige Verteidiger, der während seiner Karriere unter anderem für Premier-League-Klub Tottenham und Celtic Glasgow spielte, veröffentlichte am Mittwoch eine Stellungnahme.
Darin schreibt Vega: „Ich kandidiere, weil mein Lebensweg mich darauf vorbereitet hat, dem Fußball zu dienen. Ich trete vor der weltweiten Fußballfamilie mit Demut, Entschlossenheit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein auf.“
Und weiter: „Der Fußball gehört nicht den Präsidenten, Konföderationen oder Funktionären. Der Fußball ist größer als jede Position, jede Einzelperson oder jede Institution. Der Fußball liegt auf der Intensivstation und wird künstlich am Leben erhalten. Wir können nicht länger warten. Die Fifa braucht eine neue Ausrichtung und grundlegende Reformen.“
Neben der Unterstützung der fünf Mitgliedsverbände muss Vega für eine offizielle Kandidatur auch nachweisen, dass er in mindestens zwei der letzten fünf Jahre eine Tätigkeit im Fußballgeschäft ausgeübt hat. Seit Karriereende arbeitete Vega hauptsächlich im Finanzwesen.
Neben Vega will auch die Uefa Infantino loswerden. Am Donnerstag kommen die Chefs der 55 Europaverbände in Berlin zusammen. Bislang konnte der Kontinentalverband noch keinen geeigneten Gegenkandidaten präsentieren. Die Bewerbungsfrist endet am 18. November.