Washington – Sie sitzt mit im Präsidenten-Hubschrauber, begleitet Donald Trump (80) auf Reisen und soll sogar in seinem Namen mit Staats- und Regierungschefs kommunizieren. Natalie Harp (35) gilt als loyalste Mitarbeiterin des US-Präsidenten. Nach der Verbal-Attacke eines demokratischen Senators rückt das Verhältnis zwischen Trump und seiner Assistentin jetzt wieder in den Mittelpunkt, unter anderem wegen ungewöhnlich persönlicher Briefe. Den Stein ins Rollen brachte der demokratische Senator von Georgia, Jon Ossoff (39). Er stichelte am Wochenende in Richtung des Präsidenten: Trump wolle lieber „mit Natalie reisen“, als seiner eigentlichen Arbeit nachzugehen. Die Anspielung auf die enge Beziehung zwischen Präsident und Assistentin sorgte sofort für Wirbel in Washington. Das Trump-Lager lief Sturm: Kommunikationschef Steven Cheung (44) nannte Ossoff den „wohl größten Verlierer in der Politik“. Er solle sich fragen, warum er „so ein unglücklicher Mensch ist, der dieses Land hasst“, anstatt „hart arbeitende Menschen zu verunglimpfen“.

Harp hat eine wichtige Aufgabe

Tatsächlich soll sich Harp laut „New York Times“ innerhalb von Trumps Regierungsteam durch besonderes Engagement auszeichnen – sie sei rund um die Uhr im Dienst, sieben Tage die Woche. Und sie hat eine wichtige Aufgabe: Harp folgt dem Präsidenten mit einem tragbaren Drucker und versorgt ihn ständig mit ausgedruckten Artikeln und Social-Media-Beiträgen. Und dann sind da die Briefe, die Harp an Trump geschrieben haben soll. Besonders viel Aufsehen erregte ein Schreiben nach einem Golfplatz-Besuch in Schottland. Darin entschuldigte sich Harp, weil sie befürchtete, „peinlich“ aufgefallen zu sein. „Ich möchte, dass zwischen uns immer alles in Ordnung ist“, schrieb sie deshalb. Der Brief endet mit den Worten: „With all my heart, Natalie“ („Mit meinem ganzen Herzen, Natalie“). Laut Medienberichten soll sie Trump in einer weiteren Nachricht sogar geschrieben haben: „Du bist alles, was mir wichtig ist.“

Bruder nennt die Beziehung „sehr ungesund“

Harps Bruder Preston bezeichnete die Beziehung seiner Schwester zu Trump gegenüber „CNN“ bereits als „sehr ungesund“ – sie sei regelrecht „fasziniert“ von ihm. Die Verbindung zwischen beiden reicht Jahre zurück: 2019 lernte der Präsident Harp bei einem Fernsehauftritt kennen, holte sie später in sein Team.