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Was war das wieder für eine Fußball-Woche! Manuel Neuer fängt sich das ultimative Blitz-Tor der Bundesliga-Geschichte (8,4 Sekunden). Unser neues TV-Traumpaar Laura Wontorra (37) und Riccardo Basile (34) ist vier Monate nach dem Beziehungsouting blitzschwanger. Und Borussia Dortmund erlebt nach 2:0-Führung die erste Blitz-Enttäuschung der neuen Saison …

Die erfahrenen BVB-Fans fragen sich mit Blick aufs Champions-League-Spiel bei FK Bodø/Glimt (Mi., 21 Uhr/DAZN) jetzt bange, ob das Blöd-2:2 gegen Bremen (Ausgleich: 90.+2/Füllkrug) schon der erste Vorbote für Borussias traditionelle Herbst/Winter-Depression ist. Wir erinnern uns: Im vergangenen Jahr begann der Dortmunder Schlendrian mit einer Unentschieden-Häufung in der Liga und dem frühen DFB‑Pokal-Aus in Leverkusen (0:1/Achtelfinale). Zum Brandbeschleuniger des Euro-Scheiterns wurde in der Folge aber das peinliche Heim-Unentschieden ausgerechnet gegen Bodø/Glimt (2:2/10. Dez.). Es folgten drei Pleiten in vier Begegnungen sowie das Früh-Aus schon in den Play-offs gegen Bergamo. Haben alle Kritiker recht, die schon jetzt – nach dem ersten Mini-Ausrutscher (!) – wieder eine titelfreie BVB-Saison vorhersagen?

Weniger! Viel ist ja nicht passiert? Durch Bayerns Ausrutscher in Augsburg (2:2) liegt Dortmund weiter mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz 2 – punktgleich mit Spitzenreiter Freiburg. Das Team ist hervorragend gestartet (4 Siege), wirkt deutlich widerstandsfähiger und fokussierter, spielt dank seiner guten Einkäufe (Karetsas, Nwaneri, Veerman) obendrein teils wieder Spektakel-Fußball.

▶ Meine steile These: Übersteht der BVB den Stress-Oktober mit 6 Spielen in 20 Tagen (2-mal Königsklasse, DFB-Pokal plus 3-mal Liga), dem Gipfel bei Bayern (31.10./18.30 Uhr/Sky) und enormen Reisestrapazen von Norwegen, Berlin über Aserbaidschan bis München (ca. 12.000 Flugkilometer) unbesiegt, holt der Klub am Saisonende einen Titel!

Sicher ist: In den nächsten drei Wochen entscheidet sich, wie gut diese Borussia wirklich ist! Zur Schlüsselfigur wird dabei neben seinen Stars besonders Trainer Niko Kovac (54): Er ist ab sofort hauptsächlich als Mental-Coach gefordert, muss bei mehr Spielen als Trainingseinheiten vor allem abseits des Platzes für die geistige Frische und Widerstandsfähigkeit seiner Spieler sorgen. Die gefühlte Pleite gegen Werder könnte ihm dabei am Ende noch behilflich sein – als frühe Warnung!

Schlotterbeck muss seine kapitalen Böcke reduzieren!

Kovac kritisiert: „Wir haben es nicht geschafft, die letzten acht Minuten so zu Ende zu spielen, wie es sich gehört. Das müssen wir uns vorwerfen!“ Und Kovac motiviert: „Wir haben einen sehr guten, breiten Kader. Wenn jeder sein Maximum erreicht, werden wir aus den nächsten Spielen und denen im November positiv herauskommen.“ Dazu gehört auch, dass Kapitän Nico Schlotterbeck (26) seine kapitalen Böcke wie vor dem 2:1 gegen Bremen nachhaltig reduziert.

Soll der Titel-Blitz nach 2021 (DFB-Pokalsieg) endlich auch mal wieder in Dortmund einschlagen, beginnt jetzt die Crunchtime für Kovac und seine Stars. Weitere Werder-Momente sind streng verboten!