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Im Silber-Kader von Alfred Gíslason tut sich was! Am Mittag gibt der Deutsche Handballbund (DHB) das 18-Mann-Aufgebot für den Nationalmannschafts-Lehrgang in Berlin (2. bis 8. November) bekannt. Auf dem Programm stehen die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Belgien (5.11.) und in der Slowakei (8.11.).

Das Gerüst bleibt die Mannschaft, die bei der EM 2026 Silber holte. Doch Handball-Bundestrainer Alfred Gíslason (67) nutzt die Spiele, um seinen ohnehin jungen Kader mit sieben U21-Weltmeistern von 2023 weiter zu verjüngen. Mit Blick auf die Heim-WM 2027 (13. bis 31. Januar) holt er zwei neue Spieler dazu. Dafür müssen zwei Routiniers weichen, die 2024 in Paris noch Olympia-Silber gewannen.

Nach BILD-Informationen beruft Bundestrainer Alfred Gíslason (67) mit Blick auf die Heim-WM 2027 (13. bis 31. Januar) zwei Neulinge und verzichtet gleichzeitig auf zwei Spieler, die mit dem DHB-Team bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris Silber gewannen.

Nicht dabei sind die routinierten Linksaußen Lukas Mertens (30/Magdeburg) und Rune Dahmke (33/Kiel), die noch im vergangenen Januar bei der Europameisterschaft in Dänemark das Duo auf dieser Position bildeten.

Mertens hat bei Meister Magdeburg aktuell nicht mehr die Einsatzzeiten vergangener Jahre. Europameister Dahmke ist beim THW die Nr. 1 auf dem linken Flügel. Beide gehören derzeit nicht zu den besten Torschützen der Liga. Einen weiteren Test braucht Gíslason bei den beiden Routiniers ohnehin nicht: Der Bundestrainer weiß, was er von ihnen erwarten kann.

Die Chance bekommt stattdessen David Móré (22). Der Linksaußen vom ThSV Eisenach ist erstmals bei der A-Nationalmannschaft dabei. Móré wechselte vor der Saison von den Rhein-Neckar Löwen nach Eisenach und hat dort mächtig Spielzeit gesammelt: Mit mehr als sieben Stunden stand kein deutscher Linksaußen in dieser Bundesliga-Saison länger auf der Platte. Dazu kommt eine starke Quote: 91,89 Prozent seiner Würfe landeten im Tor.

Auch der zweite Neuling hat sich mit starken Bundesliga-Zahlen empfohlen: Niklas Theiß (23/HSG Wetzlar). Der Rückraum-Linkshänder kommt aktuell auf 54 Tore bei einer Trefferquote von 65,85 Prozent und ist damit sogar erfolgreicher unterwegs als Nationalspieler Renars Uscins (23/Hannover).

Gíslason hatte Theiß in der vergangenen Woche noch einmal in der Bundesliga beobachtet. Bereits im BILD-Interview vor drei Wochen hatte der Bundestrainer eine Überraschung bei einer der nächsten Nominierungen angekündigt.

Jetzt bekommen Móré und Theiß ihre Chance. Und für beide geht es um mehr als nur ein paar Trainingstage und zwei Länderspiele: Sie haben die Chance, noch auf den WM-Zug für die Heim-WM 2027 aufzuspringen.

Vom EM-Kader aus dem Januar fehlen neben Mertens und Dahmke auch Kreisläufer Jannik Kohlbacher (31/Rhein-Neckar Löwen), Europameister von 2016, sowie Franz Semper (29/SC DHfK Leipzig).

DHB-Kader für die EM-Qualifikation

Tor: Lasse Ludwig (Füchse Berlin), David Späth (Rhein-Neckar Löwen), Andreas Wolff (THW Kiel)

Linksaußen: Tim Freihöfer (Füchse Berlin), David Móré (22/ThSV Eisenach)

Rückraum links: Marko Grgic (SG Flensburg-Handewitt), Tom Kiesler (VfL Gummersbach), Matthes Langhoff (Füchse Berlin), Miro Schluroff (VfL Gummersbach)

Rückraum Mitte: Juri Knorr (Aalborg Handbold), Nils Lichtlein (Füchse Berlin), Julian Köster (THW Kiel)

Rückraum rechts: Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf), Niklas Theiß (23, HSG Wetzlar)

Rechtsaußen: Mathis Häseler (VfL Gummersbach), Lukas Zerbe (THW Kiel)

Kreis: Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt)