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Bielefeld – Ja! Jaa! Jaaa! Es ist vollbracht – die deutsche U21 fährt nächsten Sommer zur Europameisterschaft nach Serbien und Albanien! Vor der letzten Qualifikations-Partie gegen Georgien (2:0) ist klar: Nur mit einem Sieg ist Deutschland ganz sicher dabei, Griechenland hängt unseren Kickern unbarmherzig im Nacken.

Deutschland macht es unfassbar spannend, startet mega nervös gegen den schon ausgeschiedenen Außenseiter, wackelt gewaltig – zweimal kommt Georgien frei zum Abschluss, verzieht beide Male nur knapp (4./6.). Durchatmen bei den 20.049 Fans in Bielefeld. Mehr Zuschauer waren seit mehr als 20 Jahren nicht mehr bei einem Heimspiel der deutschen U21 live am Start. Kurz darauf bebt das Stadion, ein Schrei der Erleichterung!

Noah Darvich (20/Elversberg) schlenzt den Ball aus rund 18 Metern zum 1:0 ins Tor. Dass sein Schuss noch abgefälscht ist – völlig egal! La Ola auf den Rängen, fast durchgehend bis zum Abpfiff.

Klopp fehlt im Stadion

Einer sieht den Treffer nicht live vor Ort. Jürgen Klopp (59) schaut am TV. Hintergrund: Für den Bundestrainer wäre es der erste Besuch unserer U21 gewesen – offensichtlich wollte er den Nachwuchskickern mit seiner Anwesenheit bei diesem wichtigen Spiel nicht noch mehr Druck machen.

Deutschland hat nach der Führung alles im Griff, doch der erlösende, der beruhigende zweite Treffer lässt auf sich warten. Für Sorgenfalten bei Trainer Toni Di Salvo (47) sorgt vor allem, dass Verfolger Griechenland im Parallelspiel in Nordirland mit 1:0 in Führung geht – ein Georgien-Treffer und unsere U21 müsste in die unberechenbaren Play-offs.

Doch so weit kommt es nicht: Nach der Halbzeit will Deutschland den Sack schnell zumachen und trifft auch früh nach einer Ecke zum 2:0 (48.). Doch der Treffer zählt nicht – Torschütze Joshua Quarshie (22/Graz) stößt zuvor leicht seinen Gegenspieler.

Georgien bleibt gefährlich, setzt immer wieder Nadelstiche und kommt zu Chancen. Auch weil Freiburg-Keeper Mio Backhaus (22) einmal böse flattert (63.).

Auftrag: Europameister werden!

Dann doch noch die Erlösung! Dzenan Pejcinovic (21/Stuttgart) ENDLICH mit dem 2:0 (69.). Am Ende haben sich unsere Kicker das Leben selbst viel zu schwer gemacht – doch das ist egal!

Deutschland fährt zur EM – zum achten Mal in Folge, zum dritten Mal mit Trainer Di Salvo. Und der hat ab sofort nur EINEN Auftrag: Uns zum Europameister zu machen! Beim vergangenen Turnier scheiterte der Coach mit seinem Team in der Slowakei im Finale noch knapp gegen England (2:3 n. V.) …