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San Jose (Kalifornien) – Timo Werner (30) wird nicht schlecht gestaunt haben, sollte er diese Szene von der Bank aus gesehen haben. Der Stürmer wurde bei der 1:5-Heimniederlage seiner San Jose Earthquakes nach einer Stunde ausgewechselt – 30 Minuten vor der vielleicht kuriosesten Spielunterbrechung der MLS.

Es läuft die erste Minute der Nachspielzeit im PayPal-Park, als Schiedsrichter Jair Marrufo (49) die Partie unterbricht. Kommentatorin Kyndra de St. Aubin bei AppleTV: „Da ist ein Baby auf dem Feld.“ Das Kleinkind läuft ein paar Meter über den Rasen, wird dann von zwei Sicherheitsmitarbeitern zurück zu seiner Familie gebracht. Der jüngste Flitzer der Welt! Nach kurzer Unterbrechung geht das Spiel weiter, wenig später ist ohnehin Abpfiff.

„Ein bisschen früh für lebenslanges Stadionverbot“

Gäste-Coach Cameron Knowles (43) scherzte nach dem Spiel: „Wir haben den Geräuschpegel gehört und geschaut, was los ist. Oh, es ist vielleicht ein bisschen zu früh für ein lebenslanges Stadionverbot.“

Und auch die Social-Media-Abteilung von Minnesota nahm die kuriose Unterbrechung zum Anlass für einen kleinen Scherz. Der Klub postete bei X eine Grafik mit dem Endergebnis (5:1) und schrieb dazu: „Wie wenn man einem Baby Geld wegnimmt.“ Wie das Baby von der Tribüne auf den Rasen gelangen konnte, ist bislang nicht klar.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Baby während eines MLS-Spiels auf den Rasen flitzte. Schon in der vergangenen Saison gab es im Spiel zwischen DC United und Chicago Fire eine ungeplante Baby-Pause.

Bevor das Kleinkind sich die Schlagzeilen jetzt in San Jose sicherte, erlebten Werner und Co. einen Frust-Abend. Zwar gingen die Earthquakes durch einen Elfmeter des ehemaligen Leipzigers in Führung (4.), kassierten aber noch vor der Pause drei Gegentore. Minnesota blieb auch in der zweiten Halbzeit eiskalt, schoss San Jose am Ende 5:1 ab.