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Zwei Szenen, die Fans und Mitspieler erschreckten! Innerhalb von nur drei Tagen kippte Bayern-Star Jamal Musiala (23) in den Testspielen gegen RB Leipzig und den 1. FC Heidenheim plötzlich um. Der Nationalspieler stand auf dem Platz, reagierte für einige Sekunden kaum auf seine Umgebung, sackte dann auf dem Feld zusammen. Am Dienstagabend hatte Musiala noch selbst erklärt, was hinter den beunruhigenden Momenten steckt.

Der Bayern-Profi sprach von sogenannten „Absencen“. Ein Begriff, der vielen Fußball-Fans bislang unbekannt gewesen sein dürfte. Übersetzt bedeutet das Wort so viel wie „Abwesenheit“. Und genau so beschrieb sich Musiala auch selbst. Die kurzen Aussetzer seien für ihn „aktuell Teil meines Alltags“.

Medizinisch handelt es sich laut der DPA bei Absencen um eine spezielle Form epileptischer Anfälle. Dabei kommt es für kurze Zeit zu einer Störung des Bewusstseins. Betroffene wirken oft, als würden sie ins Leere schauen oder plötzlich die Konzentration verlieren. Tatsächlich nehmen sie ihre Umgebung in diesen Sekunden nur eingeschränkt oder gar nicht wahr und reagieren kaum auf Ansprache.

Absencen werden häufig gar nicht erkannt

Besonders häufig treten Absencen laut medizinischen Experten bei Kindern zwischen vier und 14 Jahren auf. Allerdings können auch Jugendliche und Erwachsene betroffen sein. Weil die Anfälle oft nur wenige Sekunden dauern, werden sie im Alltag häufig gar nicht erkannt. Vor allem bei Kindern werden die Symptome nicht selten mit Tagträumerei oder Unaufmerksamkeit verwechselt.

Typisch für eine Absence ist, dass die Betroffenen nach dem Anfall ihre Tätigkeit meist sofort wieder aufnehmen können. Oft bleibt lediglich eine kleine Erinnerungslücke zurück. In einigen Fällen rollen die Augen während der Episode nach oben. Daneben gibt es auch sogenannte atypische Absencen, die länger andauern können und bei denen zusätzlich automatische Bewegungen von Händen, Fingern oder dem Mund auftreten.

Klar ist: Die Bilder seiner Aussetzer hatten für große Sorge gesorgt. Jetzt gibt es zumindest eine erste Erklärung für die Schrecksekunden auf dem Rasen.