Berlin/Seoul – Mehr Bundeswehr an der Grenze zu Nordkorea! Schon seit 2024 ist Deutschland Teil einer UN-Mission, die den brüchigen Frieden zwischen Nord- und Südkorea sichern soll. Bislang war lediglich ein Soldat der Bundeswehr in Korea abgestellt. Doch ab September schickt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Nachschub! Der Minister verdoppelt das deutsche Kontingent – von einem auf zwei Soldaten.
„Deutschland wird militärisch ab September mit zwei Soldaten im United Nations Command (UNC) vertreten sein“, heißt es aus dem Bendlerblock auf BILD‑Anfrage. Der erste Soldat sei seit 2025 an der Mission beteiligt. Dort unterstützten die beiden Kameraden „aktiv die Überwachung des Waffenstillstandes sowie im Krisenfall die Evakuierung von Zivilisten von der koreanischen Halbinsel“.
Seit dem Koreakrieg wacht das United Nations Command (UNC) über die Grenze auf der koreanischen Halbinsel. Das multinationale Kommando sichert den Waffenstillstand mit Nordkorea. Bei seinem Besuch in Südkorea 2024 erklärte Pistorius den Beitritt zur UN‑Mission. Deutschland ist das 18. Mitglied des von den USA geführten Kommandos.
Deutsche Soldaten an Kim-Grenze
„Die Entsendung deutscher Soldaten in das UNC trägt den Leitlinien der Bundesregierung zum Indo-Pazifik Rechnung und festigt unseren Einsatz für die Aufrechterhaltung der regelbasierten internationalen Ordnung“, begründet das Ministerium die deutsche Mini-Präsenz.
Auf die Entsendung weiterer Kameraden sollte die deutsche Zwei-Mann-Einheit jedoch trotz des US-Rückzugs aus Südkorea nicht warten: „Konkrete Planungen zu einer Aufstockung im Bereich des UNC existieren gegenwärtig nicht“, sagte ein Sprecher der BILD. US-Präsident Donald Trump (80) hatte zuletzt eine Militärübung mit dem Verbündeten Südkorea verkürzt, ein für kommenden Monat geplantes Manöver wurde komplett gestrichen.