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Unfassbare Füllkrug-Szenen in Bremen, Torfestival in Leverkusen. Der 8. Spieltag der Bundesliga im Überblick.

Der Füllkrug-Wahnsinn in Bremen geht weiter! Beim 2:0 gegen Hoffenheim ballert Niclas Füllkrug (33) Werder zum nächsten Sieg – und holt sich gleich zwei Vereins-Rekorde!

57. Minute: Nach Abschlag von Hein setzt sich Füllkrug robust gegen Machida und dann gegen Kabak durch und hämmert den Ball zum 1:0 ins Netz. Danach: Rudelbildung! Hoffenheim will vorher ein Foul von Füllkrug an Machida gesehen haben. Doch der Treffer zählt.

Für Füllkrug ist es das siebte Liga-Spiel in Folge mit eigenem Tor. Das hatte bisher nur DFB-Sportdirektor Rudi Völler in der Saison 1982/83 geschafft! Darüber hinaus ist es Füllkrugs 9. Saisontor. So viele Treffer hatte noch nie ein Werder-Stürmer nach acht Spieltagen erzielt. Schon zuvor war Füllkrug gegen Hoffenheim zweimal knapp am Führungstor vorbeigeschrammt. Wermutstropfen für Werder: Mitchell Weiser muss schon nach 16 Minuten verletzt runter. Für ihn kommt Dinki, der in der Schlussphase mit dem 2:0 für die Entscheidung sorgt (82.). Anschließend zeigt er wieder den Torjubel für seine krebskranke Freundin Cinja. Für BILD im Stadion: Markus Balczuweit, Fynn Walenziak, Niklas Niendorf

Leverkusen – Stuttgart 2:4

Stuttgarts 4:2-Sieg in Leverkusen beginnt mit einem Knall in der ersten Sekunde. Direkt nach Bayers Anstoß rempelt VfB-Stürmer Demirovic Medina heftig um. Das wohl früheste Foul der Bundesliga-Geschichte. Für das erste positive Highlight sorgt dann wiederum Demirovic, er trifft per Abstauber zum 1:0 für die Gäste (14.). Acht Minuten später jubelt der VfB erneut. Leverkusen-Keeper Flekken kann gegen Prömel aus Nahdistanz noch retten, aber Leweling ist zur Stelle – 2:0 (22.). Bayer-Stürmer Patrik Schick bringt Leverkusen mit seinem 7. Saisontor zum 1:2 (28.) zurück ins Spiel. Fünf Minuten vor der Pause gibt's eine große Rudelbildung auf dem Rasen – Jaquez, Chabot, Medina und Garcia sehen alle Gelb. VfB-Verteidiger Jaquez hat dabei Glück, dass er nach einem Stoß gegen den Hals von Schick nicht vom Platz fliegt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellt Stuttgarts El Khannouss per Flachschuss aus der Distanz den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her – 3:1 (51.). Dann wird's deutlich: Demirovic schnürt nach perfektem Undav-Pass den Doppelpack zum 4:1 (65.). Sein zweiter Liga-Doppelpack in Folge, das schaffte er zuvor noch nie. Maza verkürzt per Kopf noch auf 2:4 aus Bayer-Sicht (79.).

Für BILD im Stadion: Phillip Arens, Leon Potuzhek, Elinor Hessenberger

Gladbach – Paderborn 0:0

Gladbach kann den Aufwärtstrend der letzten Spiele unter Trainer Blessin nicht komplett bestätigen, muss sich zu Hause gegen Paderborn mit einem 0:0 begnügen. Fast eine halbe Stunde brauchen beide Mannschaften, um so richtig im Spiel anzukommen, dann hat Paderborn die erste Top-Chance der Partie. Tom Baack (27), der sein Startelf-Debüt in der Bundesliga feiert und direkt auffälligster Akteur der Gäste ist, scheitert mit seinem Linksschuss an Gladbach-Torwart Batz (27.). Für die Gastgeber ist das der offenbar benötigte Weckruf. Erst kann Gladbach im eigenen Stadion kontern, Hack versucht es aus über 20 Metern, doch der Lupfer landet knapp neben dem linken Pfosten. Kurz darauf jubeln die Gladbacher, allerdings nicht lange. Ullrichs Hereingabe wird von Scally zur vermeintlichen Führung über die Linie gedrückt. Dabei bedrängt er aber Torwart Noll und hat seinen Arm auf der Schulter des Paderborners – der Video-Assistent kassiert den Treffer ein. Gladbach, angeführt von Top-Talent Wael Mohya (17) ,danach weiter am Drücker. Kurz vor der Pause vergeben Chiarodia und Ullrich ihre Doppelchance, anschließend steht Scally plötzlich völlig frei vor dem Tor, kommt aber erneut nicht an Noll vorbei.

Fünf Minuten nach der Pause sorgt Schiri Timo Gerach (39) unfreiwillig für einen Aufreger. Chiarodia trifft Curda in einem Zweikampf im Mittelfeld mit dem Ellbogen im Gesicht, Gerach zückt versehentlich die Rote Karte, nimmt diese aber sofort lachend wieder zurück und zeigt Gelb. Gladbach versucht alles, Mohya begeistert mit seinen Dribblings, seine Abschlüsse aus aussichtsreicher Position werden aber gleich zweimal in letzter Sekunde geblockt. Paderborn verpasst in der Nachspielzeit durch Philippe den „lucky punch“.

Für BILD im Stadion: Dirk Krümpelmann, Christian Hornung

Augsburg – Freiburg 1:2

Freiburg dreht das Spiel in Augsburg spät noch in einen 2:1-Sieg. Zunächst schreibt Michael Gregoritsch mit seinem Führungstor in der 18. Spielminute Augsburger Bundesliga-Geschichte, erstmals erzielt der FCA an jedem der ersten acht Spieltage mindestens einen Treffer. Für Gregoritsch selbst ist es am 8. Spieltag bereits sein fünftes Saisontor, so viele waren es in seiner Karriere zu diesem Zeitpunkt nie zuvor. Doch dann schlägt Freiburg zurück. Igor Matanović gleicht mit seinem 8. Pflichtspieltor in dieser Saison zum 1:1 aus (65.). In der Schlussphase trifft Cyriaque Irié zum 2:1-Endstand für die Gäste (85.). Für BILD im Stadion: Linus Uhrig