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Frankfurt – Was für ein Bundesliga-Debüt! Niko Ilicevic ist gerade einmal 16 Jahre und einen Tag alt und hat schon Geschichte geschrieben. Beim 3:1-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen den Hamburger SV wird das Offensivtalent der Eintracht in der dritten Minute der Nachspielzeit eingewechselt und stellt damit einen ganz besonderen Rekord ein.

Denn Ilicevic ist nun geteilter jüngster Spieler der Bundesliga-Geschichte. So jung war vor ihm nur Youssoufa Moukoko (jetzt 25, aktuell beim Türken-Klub Corum FK)! Der frühere BVB-Stürmer feierte 2020 ebenfalls mit 16 Jahren und einem Tag sein Bundesliga-Debüt.

Kurios: Niko Ilicevic ist der Neffe von Ivo Ilicevic, der 137 Bundesliga-Spiele (18 Tore) bestritt, die meisten davon für den HSV.

Ilicevic zeigt direkt, was er kann

Beinahe wäre aus der Einwechslung nichts geworden. Weil Can Uzun zu langsam vom Platz läuft, lässt Schiri Florian Exner erst einmal weiterspielen. Eintracht-Trainer Adi Hütter erregt sich darüber so sehr, dass er Gelb bekommt. Drei Minuten später darf Ilicevic dann doch ran. Und will sich auch direkt zeigen. Zwei starke Abschlüsse kann er verbuchen. Sein Flachschuss geht nur knapp rechts vorbei, den zweiten Versuch pariert Heuer Fernandes.

Sein Teamkollege Can Uzun (20) lobt nach dem Spiel bei DAZN: „Ich sehe ihn ja jeden Tag im Training und ich bin einfach stolz auf ihn. Ich muss sagen, das ist noch ein kleiner Junge, das kann ich sagen als 20-Jähriger, aber er hat echt ein super Spiel gemacht, hat auch gleich zwei Abschlüsse gehabt. Da wird noch viel kommen von ihm.“

Younes Ebnatoulib (23) schlägt in die gleiche Kerbe: „Das ist krass, dass er mit 16 Jahren schon so gut ist. Er hat direkt Power mitgebracht und fast noch ein Tor gemacht.“

Der steile Aufstieg des Frankfurt-Youngsters kommt allerdings nicht aus dem Nichts. Schon mit 13 Jahren spielte er erstmals für die U17 der Eintracht, mit 14 folgte sein Debüt in der U19. Inzwischen gehört Ilicevic auch zum Aufgebot der deutschen U17-Nationalmannschaft. Zuvor lief er bereits für die U15 und U16 des DFB auf.