Köln (NRW) – Ein 135 Meter langes Fahrgastschiff fuhr sich am Montagmorgen auf dem Rhein fest. Der Bug touchierte die Kaimauer am linken Ufer, das Schiff neigte sich deutlich nach Backbord. Glück im Unglück: Niemand wurde verletzt.
Gegen 9 Uhr nahm das Unglück im Bereich der Deutzer Platte (Rheinkilometer 687,6) in Köln seinen Lauf. Bei einem gescheiterten Wendemanöver hatte sich die „Viking Einar“ festgefahren. Seitdem liegt das Schiff quer im Fluss.
Schiffsführer scheitert beim Befreiungsversuch
Der Schiffsführer (37) setzte alles daran, das auf Grund gelaufene Fahrgastschiff selbst freizubekommen. Doch der Versuch scheiterte – er informierte die zuständige Revierzentrale sowie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA).
Nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei dürfte der derzeit niedrige Wasserstand des Rheins die Ursache sein. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
Trotz der Havarie blieb die Rheinschifffahrt zunächst uneingeschränkt möglich. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei ist der Schiffsverkehr nicht gesperrt. Vorbeifahrende Schiffe können die Unfallstelle passieren, werden jedoch auf die besondere Situation hingewiesen. Am Abend soll ein Bergungsversuch starten. Ein weiteres Schiff soll die „Viking Einar“ freiziehen. Ob das Manöver gelingt, ist derzeit noch ungewiss.
Wasserschutzpolizei verhängt Verwarngeld
Derweil nahmen die Passagiere die ungeplante Pause offenbar gelassen. Viele verbrachten die Wartezeit an Deck – lasen, spielten Karten oder genossen den Blick aufs Wasser. Weitere Verzögerungen hängen davon ab, ob die Bergung gelingt. Zudem verhängte die Wasserschutzpolizei gegen den Schiffsführer ein Verwarngeld.