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Stuttgart – Auf dem Weissenhof fliegen die Fetzen! Bei den Boss Open in Stuttgart geraten die Tennis-Profis Daniel Altmaier (27) und Frances Tiafoe (28) aneinander. Der Kempener verliert 6:7, 6:4, 4:6 gegen den Amerikaner, der 2023 das Turnier gewann. Sportlich ist das Aus der Nummer 85 der Welt gegen die Nummer 26 keine Überraschung. Aber das Zustandekommen der Niederlage ist ungewöhnlich.

Anfang des dritten Satzes rutscht die deutsche Nummer 4 aus, bleibt ein paar Minuten liegen. Tiafoe geht zu ihm, kümmert sich fair um seinen Rivalen. Bis dahin scheint zwischen beiden alles gut. Aber Minuten später kracht es.

Tiafoe lästert über Altmaiers Ballwurf

Altmaier erklärt: „Als mein Ballwurf zweimal nicht gut war, sagte er: ‚Du kannst den Ball nicht werfen.‘ Das finde ich respektlos. Vor allem, es mir in die Augen zu sagen. Das kann er seinem Team erzählen, aber nicht mir.“

Das sagt Altmaier ihm quer über das Spielfeld. Der Dialog bleibt ruhig, ist nicht laut. Tiafoes Antwort laut Altmaier: „Weil du den Ball nicht werfen kannst, kann ich nicht returnieren.“ Altmaier dazu: „Das war arrogant. Er hat versucht, eine Lösung zu finden, mich irgendwie aus dem Rhythmus zu bringen, das ist ihm leider gelungen. Mal sehen, wie es beim nächsten Mal ist.“

Sein Ausrutscher habe ihn jedenfalls nicht so sehr behindert wie das, was dann folgt. Altmaier: „Dass ich weggerutscht bin, war natürlich bitter in dem Moment. Ich hatte das Gefühl, dass ich zu dem Zeitpunkt der deutlich bessere Spieler war. Ich denke, dass ich auch danach ein gutes Spiel gemacht habe. Dann kamen die Diskussion und vier Fehler. Das ist wie gesagt bitter.“ Im vierten Duell gegeneinander war es die vierte Niederlage für Altmaier. Der freut sich nun auf Wimbledon, hat für die Rasensaison extra Ex-Profi Dustin Brown (41) engagiert.

Auch Diego Dedura (18) und Tom Gentzsch (22) sind in Stuttgart raus. Dagegen weiter: die Routiniers Jan-Lennard Struff (36) und Yannick Hanfmann (34).