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Erfurt – Das Blut wird knapp! In mehreren Bundesländern leeren sich die Vorräte an lebenswichtigen Blutkonserven. Die Reserven sind inzwischen so stark geschrumpft, dass es für Kliniken eng werden könnte.

„Wir sind jetzt unter der Grenze von 10.000 Konserven“, sagte ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen. ‌Die möglichen Folgen: Kliniken könnten schon bald nur noch eingeschränkt mit Blutkonserven versorgt werden. Notfälle seien weiterhin abgesichert. Planbare Operationen müssten jedoch möglicherweise verschoben werden.

Stellenweise reicht das Blut nur noch zwei Tage‌

Besonders knapp sind derzeit die Blutgruppen 0 positiv, 0 negativ und B negativ. Teilweise reichen die Vorräte laut DRK nur noch für zwei Tage! Besonders dringend gebraucht wird 0 negativ. Diese Blutgruppe kann universell eingesetzt werden und ist deshalb gerade in Notfällen enorm wichtig. Damit sich die Blutbanken wieder füllen, braucht der Blutspendedienst rund 3000 Spenden pro Tag.

Doch ausgerechnet jetzt steht die Erkältungssaison vor der Tür. Wer krank wird, fällt zunächst als Spender aus. Nach einem Infekt müssen Spender eine Woche warten, bei Fieber sogar vier Wochen.

Eine Blutspende kann drei Leben retten ​‌

Der Engpass hat sich über Monate aufgebaut. Schon die Hitzewelle im Juni machte den Blutbanken zu schaffen. Bei Temperaturen von mehr als 40 Grad kamen weniger Menschen zur Blutspende. Seitdem blieben die vergangenen Monate schwierig, jetzt spitzt sich die Lage weiter zu. Umso mehr zählt jede einzelne Spende. Das Blut wird in Erythrozyten, Thrombozyten und Plasma aufgeteilt. So kann eine Blutspende bis zu drei Leben retten. Der dringende Appell des DRK: „Wir sind dankbar um jeden Spender und jede Spenderin.“