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Berlin – Sie rasten über Gehwege, beschädigten mehrere Autos, versuchten mehrfach, Polizisten zu überfahren. Daraufhin gab ein Beamter einen Schuss ab. Die wilde Flucht zweier gesuchter Straftäter durch die westliche Berliner City endete am Nachmittag mit Festnahmen.

Am Dienstag gegen 13.45 Uhr wollten Beamte einer Zivilstreife einen schwarz-silbernen Smart Forfour mit Berliner Kennzeichen stoppen und kontrollieren. Doch der Fahrer gab Gas. Nach Angaben der Polizei raste er über den Kurfürstendamm, fuhr zeitweise auf dem Gehweg und rammte mehrere Poller.

Die Zivilpolizisten nahmen zunächst mit ihrem Wagen die Verfolgung auf. Dann stiegen sie aus und rannten dem Flüchtigen zu Fuß hinterher. Als der Fahrer zum wiederholten Mal wendete und zurückkam, versuchten die Beamten, die Türen des Kleinwagens zu öffnen. Mit ihren Dienstwaffen schlugen sie gegen die Scheiben, konnten diese jedoch nicht zerstören.

Fahrer wollte augenscheinlich Polizisten überfahren

Dann eskalierte die Situation weiter. Ein Sprecher der Polizei sagte zu BILD: „Der Mann fuhr erneut los und versuchte mehrfach, die Beamten mit dem Wagen zu erfassen. Daraufhin gab einer der Polizisten einen Schuss auf einen Reifen ab.“ Doch selbst dadurch ließ sich der Fahrer nicht stoppen. Der Kleinwagen raste weiter, beschädigte mehrere Fahrzeuge und kollidierte schließlich mit einem entgegenkommenden Auto. Gegen 14 Uhr endete die Flucht auf der Uhlandstraße. Die Seite des Fluchtwagens war nach dem Zusammenstoß vollständig aufgerissen.

Offene Haftbefehle gegen beide Insassen

Die Zivilpolizisten und inzwischen eingetroffene Kollegen überwältigten die beiden Insassen. Am Steuer des Smarts saß ein Mann, auf dem Beifahrersitz eine Frau. Sie wurden festgenommen. „Beide hatten gefälschte Ausweispapiere bei sich. Eine Abfrage ihrer Fingerabdrücke ergab jedoch, dass gegen den Mann und die Frau offene Haftbefehle vorliegen“, so der Sprecher weiter.

Weshalb nach den beiden gesucht wurde, konnte die Polizei zunächst nicht mitteilen. Mann und Frau befinden sich im Polizeigewahrsam. Sie sollen einem Richter vorgeführt werden, der über das weitere Vorgehen entscheidet. Ob Menschen bei der Flucht oder den Zusammenstößen verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt. Auch die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch unklar.