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Berlin – Jetzt beschleunigt sich der Anstieg der Mieten wieder! Bundesweit legten sie im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent zu. Gegenüber dem zweiten Quartal dieses Jahres betrug der Anstieg 1,2 Prozent – das ist laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) der größte Sprung seit Anfang 2025!

Besonders stark stiegen die Mieten für Bestandswohnungen, die bereits vorher einmal vermietet waren, während sie bei Neubauten weniger stark zulegten. Für das IfW liegt das vor allem daran, dass sich nur noch ein kleinerer Kreis an Interessenten Neubau-Mieten leisten kann, die in absoluten Zahlen über denen von z.B. Altbauten liegen. Neubauwohnungen brauchen daher auch durchschnittlich 14 Tage länger, bis ein Mietvertrag abgeschlossen wird.

Größter Anstieg in Hamburg

Regional gibt es große Unterschiede! Unter den acht größten deutschen Städten verteuerten sich die Mieten gegenüber den drei Monaten zuvor am stärksten in Berlin und Düsseldorf. Sie legten um 2,1 bzw. 2 Prozent zu. Verglichen mit dem Vorjahresquartal sind die Mieten mit 6,7 Prozent am stärksten in Hamburg gestiegen.

Außerhalb der acht größten Städte legten die Mieten in Bochum, Augsburg und Mannheim am kräftigsten zu. Das Plus in den drei Städten lag zwischen 5 und 6,3 Prozent.

München bleibt Deutschlands teuerste Stadt

⁠Die teuerste Stadt Deutschlands bleibt mit großem Abstand München mit einer ‌durchschnittlichen Kaltmiete von 23,70 Euro pro ​Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt am Main (17,90 Euro) und Hamburg (16,50 Euro). Die günstigste vom IfW erfasste Stadt ​ist ​Chemnitz mit 6,30 Euro. Insgesamt ist der Trend aber klar – es geht nach oben: Das beobachtet auch IfW-Wohnungsmarktexperte Jonas Zdrzalek, der wieder von einer leicht zunehmenden Mietpreisdynamik spricht.

Das Institut hat die Mieten in 37 Städten und Regionen ausgewertet. Darunter sind die 30 bevölkerungsreichsten Städte des Landes. Der ermittelte Mietpreisindex setzt sich aus Immobilienmarktdaten aus mehr als 100 Quellen zusammen.