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Michael Olise (24) ist nicht gerade für seine Gefühlsausbrüche bekannt. Große Emotionen kann man in seiner Mimik und Körpersprache nur schwer ablesen. Doch nach der 4:6-Niederlage gegen England im Spiel um Platz 3 bei der WM war der französische Offensiv-Spieler „den Tränen nahe“, so berichtet es „L‘Equipe“.

Der Grund: Der Bayern-Spieler hatte zwei Riesenchancen vergeben, die der „Equipe Tricolore“ nach dem 0:4-Halbzeit-Rückstand doch noch zu einem der größten Comebacks der Fußball-Geschichte hätten verhelfen – und Didier Deschamps (57) bei dessen letztem Spiel als Trainer der französischen Nationalmannschaft einen erfolgreichen Abschied hätten bescheren können. Olise vergab in der 75. und 81. Minute das mögliche 4:4, machte sich nach der Partie schwere Vorwürfe.

Deschamps sagte nach der Partie, dass er „mit Michael gesprochen“ und den Spieler getröstet habe. Olise blieb damit ohne Turniertreffer – dafür feierte der Münchner einen anderen Rekord. In der Partie gegen England bereitete der 24-Jährige zwei Treffer vor, damit kommt er bei dieser WM auf insgesamt sieben Assists. Bestmarke! Bisher hatte der Brasilianer Pelé (†82) den Rekord gehalten, der bei der Weltmeisterschaft 1970 sechs Tore vorbereitet hatte.

Olise hatte jüngst für Schlagzeilen gesorgt, als die französische Sportzeitung „L'Équipe“ berichtete, dass der Flügelspieler die Bayern Richtung Real Madrid verlassen wolle. Der Vertrag von Olise bei den Münchnern ist bis zum 30. Juni 2029 datiert. Sein Marktwert wird auf rund 150 Millionen Euro taxiert.

Lothar Matthäus geht fest von einem Verbleib von Frankreichs Offensivstar beim deutschen Rekordmeister aus. „Ich glaube nicht, dass Real Madrid da eine Chance hat“, sagte der Fußball-Rekordnationalspieler der „Bild“. Zwar dürfe Real Madrid den Transfer-Wunsch haben, „aber die Möglichkeit, dass Olise im nächsten Jahr bei Madrid spielt, schätze ich eigentlich auf null“, sagte Matthäus weiter.