TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Dendermonde (Belgien) – Jetzt kommen die Gold-Geier! Nach dem spektakulären Fund von Goldbarren im Wert von rund 9 Millionen Euro in Belgien melden sich jetzt immer mehr Menschen, die glauben, Anspruch auf den Schatz zu haben. Die Polizei bekam schon die abenteuerlichsten Geschichten erzählt. Selbst aus dem Jenseits habe sich jemand gemeldet, berichtet der belgische Sender „VRT“.

Es war einer der spektakulärsten Funde in Belgien: Unter einem alten Brauhaus in Dendermonde stießen Arbeiter in der vergangenen Woche auf einen wahren Schatz. In einer Plastiktüte, sorgfältig in einer Mauer versteckt, lagen Goldbarren und Münzen im Wert von rund 9 Millionen Euro. Offenbar sollte der Schatz nie gefunden werden. Wer ihn dort versteckte und weshalb, ist bislang ein Rätsel.

Selbst Wiedergeborene melden Besitzansprüche an

Doch nun melden sich immer mehr Menschen bei der Polizei und erheben Anspruch. Sogar aus dem Jenseits! „Jemand erinnerte sich offenbar aus einem früheren Leben daran, das Gold irgendwo versteckt zu haben. Er wusste aber nicht mehr genau, wo. Er sagte, es sei etwa 60 Jahre her und es sei echtes Gold“, sagte Polizeichef Patrick Feys. „Diese Person fragte, ob ein Wiedergeborener Eigentum beanspruchen kann und was das Gesetz dazu sagt.“

Klare Ansage an alle Möchtegern-Erben

Doch das war nicht die einzige skurrile Meldung. „Die Leute sind sehr kreativ“, sagte Feys. So habe sich jemand aus Lettland gemeldet und behauptet, sein Großvater habe in Dendermonde gearbeitet – wahrscheinlich in der Brauerei Van Assche. Der Opa sei dann in seine Heimat zurückgekehrt und habe immer gesagt: „Ich bin Millionär. Ich habe mein Geld irgendwo in einer Wand versteckt.“ Wo genau? Das wusste er nicht mehr. Sein Enkel schrieb frech: „Jetzt wissen wir, dass Opa immer die Wahrheit sagte. Also gehört der Schatz uns.“

Die Polizei prüft nun, ob das Gold mit einer Straftat in Verbindung steht. Weitere Details werden derzeit nicht bekannt gegeben. Auch nach dem rechtmäßigen Eigentümer wird weiter gesucht. Polizeichef Feys’ Botschaft an alle „Möchtegern-Erben“: „Kommt nicht zu uns. Wir werden euch nicht helfen.“ Wer glaubt, wirklich Anspruch auf das Gold zu haben, sollte sich einen Anwalt nehmen. Gehört es einem Familienmitglied, entscheidet das Zivilgericht über die Eigentumsrechte.